28. Juli 2010

Platz 2 über 10km auf niveauvoller Strecke

Geschrieben von Philipp in: News .

Heute startete ich erneut bei einem Race hier in den USA. Dieser Start war jedoch spontan und bis ein paar Stunden vor dem Lauf  ungewiss, sodass ich schon heute Morgen laufen war. Die Bedingungen waren sehr durchwachsen. Es waren um 6.30 p.m immernoch über 30°C. Die wellige Wendepunktstrecke, welche exakt vermessen wurde, war zudem sehr Windanfällig. Typisch bei amerikanischen und gleichzeitig sehr untypisch für deutsche Wettkämpfe ist, dass vorher gemeinsam die Nationalhymne gesungen wird. Direkt nach dem Start der über 200 Athleten versuchte ich gleich das Tempo der Spitze mitzugehen und entscheidend mitzubestimmen. Die ersten paar Meilen liefen wir in einer Gruppe von acht Läufern männlicher Art, wobei ich das Tempo bestimmte. Nach etwa drei Kilometern, an einer Verpflegungsstelle, zerfiel das Feld ein wenig und ich konnte mich mit dem späteren Sieger erfolgreich von den anderen absetzen. 500m nach dem Wendepunkt konnte ich das Tempo allerdings nicht mehr halten und musste abreißen lassen. Das ist dieses Jahr schon das dritte mal, dass ich nach einer Wende nicht mehr mein Tempo finde. Zwei mal bei der Winterlaufserie in Breitenbach und nun hier. Dieser Tempowechsel (abbremsen und nach der Wende wieder beschleunigen) bringt mich so aus meinem Rhythmus. Von diesem Zeitpunkt musste ich sogar sehen, dass die folgenden Läufer nicht wieder auf mich auflaufen. Kurz vor dem Ziel konnte ich meine Pace jedoch noch mal erhöhen und so Platz 2 in der Gesamtwertung und Platz 1 in der AK retten. Die Stimmung war, wie schon vor einer Woche, fantastisch. Schon auf der Strecke wurde man lautstark (auch von entgegenkommenden Athleten) angefeuert und motiviert. Im Ziel wurde ich als Läufer mit der weitesten Anreise euphorisch begrüßt. Ich war trotzdem ziemlich erschöpft, die Wärme hat heut so ziemlich alles von mir abverlangt. Dabei ist die Zeit nicht wirklich gut, was mir zu denken gibt. Vielleicht ist es immernoch die Zeitumstellung. Schließlich war der Wettkampf 0.30 Uhr deutscher Zeit. Vielleicht lag es auch an der Laufeinheit heute Morgen oder an den klimatischen Verhältnissen hier in der Region. Vielleicht lag es auch an dem Kurs, welcher zwar exakt vermessen aber dennoch sehr anspruchsvoll und windanfällig war. Oder ich habe mir wieder einmal ein Rennen falsch eingeteilt und zuviel im Wind für die anderen “gearbeitet”. Schlussendlich muss ich mir aber auch vor Augen halten, dass es am Training liegen könnte. Schließlich habe ich dieses Jahr noch keine Tempolaufserien durchgezogen, welche mir die notwendige Tempohärte verschaffen würde. Da ich sehr selbstkritisch bin, werde ich dieser Sache auf den Grund gehen auch wenn andere Kontrahenten meine Zeit für diesen Kurs als “awesome” einschätzen. Danken möchte ich an dieser Stelle noch meiner Freundin Sarah, die mich auf der Strecke supported hat und deshalb selber auf einen Start verzichtet hat.

Viele liebe Grüße aus Amerika,
Euer Philipp

2 Kommentare bisher...

Mama schrieb:

31. Juli 2010 um 13:07 Uhr

Hallo Philipp!Du bist ja unermüdlich!Gratulation zur guten Plazierung im fernen Lande!Freuen uns schon auf Deine Rückkehr samt Fotos und Erzählungen!Bis dahin noch eine supertolle Woche mit Sarah!Gruß und Kuß Mama

Mama schrieb:

31. Juli 2010 um 13:09 Uhr

Hm,irgendwie ist mir das “t”bei Platzierung abhanden gekommen!Sorry!Gruß Mama

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