17. Mai 2011

Platz 3 beim IRONMAN 70.3 auf Mallorca

Geschrieben von Philipp in: News .

Es war einfach nur geil!!! Bei meinem ersten internationalen Triathlon konnte ich am vergangenen Samstag auf Mallorca einen erfolgreichen 3. Platz in der AK belegen. Fast 1.800 Starter sind am Morgen in sieben Wellen auf die 1,9 Kilometer Schwimmstrecke im Meer geschickt worden. Ganz vorne mit dabei die 46 Profis, unter anderem mit Topfavorit Andreas Raelert, Faris Al Sultan, Triathlon-Legende Thomas Hellriegel, Philip Graves, Nils Goerke und Michael Göhner.
20 Minuten nach den Profis startete ich dann mit 300 anderen 18-29 Jährigen Triathleten. Es wurde vom Land gestartet und manche meinten schon auf dem Weg ins Wasser wild um sich schlagen zu müssen. Im Wasser gibt es dann zwei Möglichkeiten: entweder Ausweichen (und ein paar Meter mehr schwimmen) oder rein in den Kampf. Ich entschied mich für letzteres und konnte auch schon meinen Wasserhaushalt ordentlich auftanken, auch wenn es echt nicht geschmeckt hat. Trotzdem fand ich einen für mich schnellen Vordermann mit dem ich dann im ZickZack durchs Meer geirrt bin. Etwas überrascht über die für meine Verhältnisse schnelle Schwimmzeit von noch unter 30 Minuten kam ich als 30. meiner Schwimmwelle aus dem Wasser. Jetzt bloß nichts anmerken lassen, dass ich gefühlte 2 Liter Salzwasser unterwegs getrunken habe und vorallem mein Rad in der 500 m langen Wechselzone finde. Hinzu kam noch der Weg vom Meer zur Wechselzone von rund 300 m.
Nach etwa drei Minuten saß ich dann auf meinem Rennrad und bin gleich Vollgas gefahren. Die ersten 20 Kilomter verliefen flach an der Küste von Alcudia über Pollencia an den Fuß des Berges. Dann ging es 20 Kilomter ununterbrochen auf über 600 Höhenmeter nach Lluc bergauf, bevor es eine 10 Kilometer Kurvenreiche –  aber geile – Abfahrt nach Inca hinabging. Die letzten 40 Kilometer waren relativ flach, zurück nach Alcudia. Mit einer Radzeit von 2:29:56h (36er Schnitt) möchte ich mich nicht beschweren, zumal ich gefühlt der einzige Starter ohne Zeitfahraufsatz und mit einem geliehenen Rennrad auf der Strecke war. Einzig Laurent Jalabert (einer der erfolgreichsten Radprofis in den 90ern) hat mich zumindest physisch auf der Radstrecke überholt.
Mit leichten Rückenschmerzen ging es dann auf den abschließenden Halbmarathon. Eine absolute Gänsehautstimmung an der Strecke hat mich noch mal so richtig gepusht, alles aus mir rauszuholen. Leider ließ es sich auf der Strandpromenade schlecht laufen. Auch die Hitze in der prallen Mittagssonne und die späteren Überrundungen bremsten mich ein wenig aus. Man verlor schlussendlich ein wenig den Überblick, wer noch vor einem ist. So musste ich im Ziel dann auch feststellen, dass Fredrik Ahlinder (SWE)- der Zweite in meiner AK – lediglich 21 Sekunden vor mir ins Ziel eingelaufen ist. Diesen doch auf die Distanz minimalen Vorsprung konnte ich im Zielkanal nicht mehr aufholen. So freute ich mich dennoch über einen für mich hervorragendem 3. Platz. Mit diesem hätte ich vor dem Start nicht gerechnet. Es waren einige Starter in meiner AK mit ausreichender internationalen Wettkampferfahrung, die auch zum Teil in ihren jeweiligen Ländern in der Nationalmannschaft gelistet sind.

Mit 4:29:54h konnte ich bei meinem zweiten Halbironman sogar meine Bestzeit um 5 Minuten verbessern, trotz wesentlich anspruchsvollerem Profil. Gewonnen hat übrigens der starke Belgier Michael Van Cleven, der auch den einzigen Slot für die Weltmeisterschaft im September in Las Vegas (USA) erhielt.
Im Gesamtfeld ist Andreas Raelert seiner Favouritenrolle vor Bertrand Billard und Sylvain Sudrie gerecht geworden.

Jetzt ist erst mal ein wenig Regeneration angesagt. Das passt eigentlich ganz gut, da ich sowieso gerade meine Assistentenarbeit für die Uni schreibe, in der es unter anderem um aktuelle Trends am Beispiel von McDonald’s geht.
Ein Trend ist sicherlich das große Vertrauen und die Unterstützung, die ich als junger Triathlet von dem Franschise-Nehmer der Erfurter McDonald’s Restaurants – Dominik Neiss – bekomme. Vielen Dank für die tatkräftige und vor allem auch finanzielle Unterstützung, ohne die eine Teilnahme am 70.3 Ironman auf Mallorca für mich gar nicht möglich gewesen wäre! Danke!!

Ein riesengroßes Dankeschön auch an alle Anderen, die mir an der Strecke oder Zuhause die Daumen gedrückt haben. So viele Emails, Nachrichten über Facebook und SMS hab ich ja nicht mal zum Geburtstag erhalten… Ihr habt mich förmlich über die Strecke getragen :-) Danke Danke Danke!!

Insgesamt war es eine tolle Zeit auf Deutschlands beliebtester Insel und ganz nebenbei konnte ich auch noch viele schöne Eindrücke von Land und Leuten mitnehmen.

Euer Philipp

5 Kommentare bisher...

Julius schrieb:

17. Mai 2011 um 21:19 Uhr

Sehr schöner Bericht, tolle Bilder und klasse Ergebnis – das kann sich sehen lassen! ;)

MaLi schrieb:

18. Mai 2011 um 05:41 Uhr

Gefällt mir auch!!! Nur wenigstens einen Zeitfahr-Aufsatz hättest du dir wenigstens mal mitbringen können! ;-)

Philipp schrieb:

18. Mai 2011 um 07:42 Uhr

Zeitfahr-Aufsatz wird völlig überbewertet (: man denke allein an das Gewicht (:

Jogi schrieb:

24. Mai 2011 um 22:59 Uhr

Hi Philipp,

das hast du auf Malle ganz super gemacht! Solche Glücksgefühle sind nach harter Vorarbeit einfach unbeschreiblich geil. Mach nur weiter so, und dann werden noch viele weitere Highlights für dich folgen!!!

Pierro schrieb:

26. Mai 2011 um 10:17 Uhr

meine Glückwünsche für solch extreme Leistung…mach weiter so ich werde es verfolgen…und hoffe man kann ab und zu zusammen Trainieren…Grüße dein Windschatten :D

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