13. September 2011

Erster Gesamtsieg beim letzten Triathlon in dieser Saison am Sachsenring

Geschrieben von Philipp in: News .

Wie sehr habe ich mir in dieser Saison einen Triathlon Gesamtsieg gewünscht und wie oft war ich in diesem Jahr so nah dran… und jetzt bin ich total glücklich, berichten zu können, dass es mir bei meinem letzten Triathlon gelungen ist, einmal GANZ oben auf dem Treppchen zu stehen.
Dabei sah es lange Zeit gar nicht danach aus. Als Achter wechselte ich auf den abschließenden anspruchsvollen 3,2km Lauf-Rundkurs, welcher dreimal zu absolvieren war. Mehr als drei Minuten Rückstand auf die Spitze und über 2:30 Minuten Rückstand auf Josef Wilhelm, der letzte Woche noch in Köln eine Langdistanz absolvierte, hatte ich nach dem schönen Rad-Rundkurs. Als ich am Anfang der letzten Laufrunde nur noch 1:15 Minuten Rückstand hatte und 4. war, mobilisierte ich noch einmal alle meine Kräfte. Besonders am Berg lief ich volles Risiko und sah auf dem letzten Kilometer plötzlich Platz drei bis eins unmittelbar vor mir. So nah war ich noch nie dran. Jetzt oder nie!
Ich überlegte mir schnell ob ich bis kurz vorm Ziel dahinter bleiben oder gleich attackieren sollte. Die erste Option erschien mir besser, doch wie waren die Sprintfähigkeiten der anderen Drei?!
Ludger Held (Schneeberger Triathlonverein) hatte hier bereits vor ein paar Jahren gewonnen. Sven Perschneck (TV Dresden) gilt ebenfalls als starker Läufer. Und vor zwei Jahren habe ich in Leipzig bei der Sportaufnahmeprüfung den 100m Sprint nicht geschafft.
Also doch besser die zweite Option – auch wenn der Puls schon am Limit war.

Die letzten 400 Meter durfte ich dann hinter dem Führungsrad laufen, da hatte ich schon so lange drauf gewartet!.
Etwa 300 Meter vor dem Ziel stand Dominik. Er hatte den ganzen Wettkampf lang die Rückstände auf die Führenden exakt genannt, doch nun wirkte er ein wenig verunsichert. Vielleicht lag es daran, dass es keinen Rückstand mehr zu verzeichnen gab (:
Ein paar Meter dahinter stand Konrad Smolinksi, der mich auch noch mal mental pushte.
Und dann ging es auch schon auf die Zielgerade. Ich konnte es noch gar nicht glauben. Ich habe tatsächlich gewonnen. Es war verdammt knapp. Lediglich 11 Sekunden trennten mich zum Zweitplatzierten Thomas Kerkel (TSV 92 Freiberg). Dritter wurde Sven Perschneck, der in vier Wochen zur Ironman WM auf Hawaii starten wird. Viel Erfolg!!

Meine Grundlage dafür, dass es vor dem Laufen lediglich nur drei Minuten Rückstand waren, legte ich sicherlich ganz am Anfang, mit der wohl besten Schwimmleistung in dieser Saison. So kam ich in der zweiten Gruppe, unter anderem mit Vereinskameraden Rene Syrbe (LTV Erfurt), als 12. aus dem Wasser. Die meisten Wettkämpfe in diesem Jahr bin ich die längste Zeit alleine geschwommen, dieses Mal hatte ich eine super Schwimmgruppe erwischt.
Definitiv erwähnenswert ist noch die verdammt gute Schwimmleistung von Maximilian May, der mit Bundesligist Tom Eismann am Wettkampftag nachgemeldet hatte. Der Ex-Radprofi hatte Anfang des Jahres noch drei Minuten Rückstand auf mich nach dem Schwimmen. Am Sonntag kam er knapp vor mir aus dem Wasser. Zwar wechselte ich schneller aufs Rad, aber schon auf den ersten drei Kilometern kam er im wahrsten Sinne des Wortes an mir vorbeigeflogen. Wahnsinn!! Leider rutschte ihm in der vierten von sechs Radrunden der Reifen runter. Zum Glück blieb er fast unverletzt. Ob ich Max beim Laufen noch bekommen hätte!? Ich weiß es nicht.

Der Sachsenring Triathlon hat mir bis auf den Radzubringer zum Rundkurs, wo es auf einem Teppich über Kieselsteine ging, sehr sehr gut gefallen. Tolle Strecke, super Stimmung und vor allem bestes Sommerwetter. Das war dieses Jahr alles andere als selbstverständlich.
Auch die Moderation war – wie schon in Leipzig – WELTKLASSE. Andreas Clauß ist ein Leipziger Urgestein in Sachen Triathlon. Er war der erfolgreichste Triathlet zu DDR-Zeiten, errang vier Landesmeister-Titel und belegte bei der WM 1991 in den USA den 19. Platz. Mittlerweile hat er die Seiten gewechselt. Andreas Clauß ist Sportevent-Moderator geworden…und das mit ganzem Herzen!

Nun lasse ich ein paar Wochen das Schwimmen erst mal Schwimmen sein und mein Rad hat auch schon seinen Ruheplatz eingenommen. Lediglich die Laufschuhe stehen griffbereit. Ich habe mich heute dazu entschlossen, dieses Jahr noch beim Dresdner Halbmarathon – Ende Oktober – zu starten. Darauf werde ich mich noch mal gezielt vorbereiten, um eventuell meine Bestzeit auf dieser Distanz anzugreifen. Allerdings ist mein Körper echt gezeichnet von der Saison. Ich bin gespannt was in Dresden noch möglich ist.

Vielen Dank an Mareen, Dominik und Konrad für die perfekte Unterstützung an der Strecke.

Bis bald,
Euer Philipp

Ach so, und mit dem gewonnenen – kleinen aber feinen – Pokal liege ich wieder einen Pokal vor Sarah, die, nachdem Sie den Zooparklauf einen Tag vorher gewonnen hatte, zwischenzeitlich ausgeglichen hatte (: Mal sehen ob ich den Vorsprung bis ins nächste Jahr halten kann.*frechgrins*

Ergebnisse des 22. Sachsenring Triathlon 2011

Ein Kommentar bisher...

Sarah Freundin schrieb:

17. September 2011 um 18:04 Uhr

Es folgen noch einige Wettkämpfe…:) Wir werden sehen, wer die meisten am Ende des Jahres hat:)

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