30. April 2012

Thüringer Landesmeister beim Duathlon in Jena

Geschrieben von Philipp in: News .

27 Grad war es gestern bei den Landesmeisterschaften im Ernst-Abbe-Stadion in Jena. Ziemlich schwül. Auch ich habe das Wetter unterschätzt. Bewusst wurde mir das beim abschließenden fünf Kilometer Lauf, als ich nichts mehr zu trinken hatte. Platz drei halten hieß meine Devise und ja nicht einen Krampf bekommen, der sich auf dem Rad mehrfach angekündigt hatte. Beides trat zum Glück nicht ein. Die Krämpfe verschonten mich und Platz drei sollte es auch nicht werden.

Nach 2,5 Kilometern beim abschließenden 5 Kilometer Lauf betrug der Rückstand auf den bis dahin in Führung liegenden Sebastian Küfner (Triathlon Gera) nur noch eine Minute und 30 Sekunden auf meinen Vereinskollegen und somit Zweitplatzierten Patrick Witzenhausen (LTV Erfurt). Patrick hatte eine Wahnsinns Performance auf dem Rad hingelgt.
Nach hinten war Luft. Letzteres brauchte ich jetzt auch. Ich holte tief Luft und mobilisierte nochmal alle Kräfte, um noch bis nach ganz vorne zu laufen.
‘So eine Chance bekommst du so schnell nicht nochmal’, dachte ich mir. Also gab ich nochmal alles, was bei diesen Temperaturen ein schweres Unterfangen war. Allerdings hatte ich einen psychologischen Vorteil, als ich die ersten Zwei nach drei Kilometern vor mir sah.
Und sie hatten auch zu kämpfen. Sebastian wollte nach dem Rad sogar schon aussteigen, erzählte er mir nach dem Rennen. So konnte ich auf dem letzten Kilometer noch das Unmögliche möglich machen und mich in die Siegerliste von Jena eintragen. Unfassbar.

Das zeigt aber auch wieder, dass ein Triathlon bzw. Duathlon schwer vorherzusehen ist. Es kann soviel passieren. Die unterschiedlichen Disziplinen verlangen dem Körper alles ab. Es war ein richtig spanender Wettkampfverlauf zwischen Jena, Gera und Erfurt.
Dies zeichnete sich schon beim ersten Laufen ab. Die ersten paar Meter machten die Jenaer Stefan Hochstein und Vorjahressieger Robert Röder (beide Triathlon Jena) ganz schön Druck. Dahinter reihte ich mich mit den Staffelläufern Thomas Häusler und Sebastian Harz und Sebastian Küfner ein. Nach einer von insgesamt vier Runden setzten sich die Staffeln ein wenig ab. Ich war in der ersten Verfolgergruppe mit Stefan Hochstein und Sebastian Küfner. Da ich mir der Situation bewusst war, auf dem Rad nichts gegen Sebastian ausrichten zu können, versuchte ich mich erfolgreich von meinen zwei Mitstreitern abzusetzen. So konnte ich bis zum ersten Wechseln noch einen 30 Sekunden Vorsprung herauslaufen und als Gesamtdritter, hinter den ersten zwei Staffeln, auf die Radstrecke gehen.

Doch Basti ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Runde hatte er die 30 Sekunden bereits herausgefahren. ‘Macht bei sieben Runden etwa drei bis vier Minuten’, dachte ich mir und verzweifelte ein wenig, wann denn die nächsten Athleten kämen. Da es eine Wendepunktstrecke war, konnte man den Rennverlauf gut beobachten. So sah ich zu meinem Erstaunen, dass von hinten niemand so richtig schnell heranflog und selbst Sebastian Küfner nach vorne nicht richtig wegkam. Das gab mir wieder Mut und ich begann allmählich mit einem Podiumsplatz zu liebäugeln. Platz eins schien weg, aber Platz zwei oder drei sollte möglich sein.
In der vorletzten Runde überholte mich dann doch noch Patrick Witzenhausen. Ich versuchte den Abstand nicht allzu groß werden zu lassen, was mir allerdings nicht gelang. So wechselte ich wenige Sekunden vor dem Viertplatziertem auf den abschließenden 5km Lauf. Den Teil kennt ihr ja bereits. (:

Vielen Dank für die tolle Unterstützung an der Strecke. Sowohl von den vielen netten Helfern, den Zuschauern und vor allem von Julius und Dominik für Verpflegung, Anfeuerung, Wettkampffotos und präzise Zeitangaben nach vorne und nach hinten. Dominik ist direkt von Orlando quasi ins Stadion eingeflogen und war noch rechtzeitig vor dem ersten Wechsel an der Strecke. Genial!

Das Gesamtergebnis lässt auch für die Regionalliga hoffen. Doppelsieg vom LTV bei den Landesmeisterschaften. Maximilan May (LTV Erfurt) konnte bei den Staffeln eine der schnellsten Radsplits hinlegen, obwohl er einen Tag zuvor noch beim Arnstädter Citylauf über zehn Kilometer gestartet war. Auf der Sprintdistanz konnte Stefan Lindner (LTV Erfurt) knapp gewinnen. Unsere Nachwuchstriathleten waren überall ganz vorne mit dabei. Die Entwicklung stimmt. Gemeinsame Trainingseinheiten pushen uns alle ungemein. Gemeinsame Synergien werden genutzt. Ich freue mich auf eine spannende Triathlonsaison 2012.

Am kommenden Samstag steht bereits der nächste Wettkampf an. Der Fisherman`s Friend StrongmanRUN am Nürburgring. Ja, ich werde dem Triathlon fremdgehen und einen riesen Hindernislauf über 20 Kilometer bewältigen. 12 000 Starter und 30 Hindernisse. Hier  bekommt ihr einen Überblick über die Strecke und Hindernisse. Freue mich schon darauf!!

Bis dahin,
Euer Philipp

 

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