26. Juli 2012

Ein grandioser Wettkampf in Leipzig

Geschrieben von Philipp in: News .

Leipzig ist unumstritten die größte Triathlonveranstaltung in Mitteldeutschland. Und wohl eine der schönsten in ganz Deutschland. Hier stimmt einfach alles. Von der liebevollen Organisation, über das Starterfeld, die Lage, die Moderation, die Zielverpflegung, Stimmung auf der Strecke bis hin zur schnellen und hervorragenden Siegerehrung. Dieses Jahr wurde der Triathlon bereits zum 29. Mal veranstaltet. Die Siegerliste der vielen Jahre ist lang und es stecken großartige Triathleten dahinter. Unter anderem Lothar Leder, Thomas Hellriegel, Ronny Dietz, Faris Al Sultan und seit diesem Jahr auch Per Bittner.

Moderator Andreas Clauß fragte mich beim “Check In” des Rennrades nach meinem Ziel für diesen Wettkampf. “Platz acht”, antwortete ich mit einem Schmunzeln im Gesicht. Ich wollte meine Vorjahresleistung bestätigen, was allerdings bei dem erlesenen Starterfeld kein leichtes Unterfangen werden sollte: Per Bittner (ALZ Sigmaringen), Christian Ritter, Bastian Dobrowald (SC DHfK Leipzig), Christian Otto (Leipzig), Erik Müller, Thomas Seidel (beide Leipziger Triathlon e.V.) aber auch Matthias Dunse (die kessen Sachsen) und Sebastian Pflüger aus Jena versprachen einen spannenden Kampf um die ersten zehn Plätze, wo bei Erreichen sogar ein Preisgeld winkte .
Nach abgeschlossenen Vorbereitungen in der Wechselzone, konnte ich noch ein wenig mit Pflügi fachsimpeln. Die Regionalliga aber auch das exklusive Starterfeld hier in Leipzig gaben dazu mehr als genug Anlass. Auch Pflügi strebte eine Top10 Platzierung an.

Um 11:00 Uhr war es dann auch soweit. Über 400 Triathleten wurden in zwei Wellen auf die Schwimmstrecke im kristallklaren aber kalten Kulkwitzer See geschickt. Es wurde eine Runde (1.550m) geschwommen. Ich ging das Rennen ambitioniert an, um mich aus allen Schlägereien unter und über dem Wasser rauszuhalten. Der Plan ging auf. Zwar musste ich dem hohen Starttempo, nach etwa der Hälfte der Strecke, Tribut zollen und einige Schwimmer passieren lassen, dennoch fühlte ich mich besser als in den vergangenen Wettkämpfen und konnte so meine Schwimmzeit aus dem Vorjahr um mehr als eine Minute verbessern.

Der anschließende Wechsel klappte wunderbar. Als 24. machte ich mich auf dem Bike an die Verfolgung der anderen Athleten. Pflügi war das Ziel.  8-) Ich hatte von Anfang an richtig gute Beine. Da die ersten Schwimmer mehr als fünf Minuten vor mir aus dem Wasser kamen und damit die Top10 in Gefahr waren, gab es für mich nur die Devise “Vollgas”.
Nach zwei Runden hatte ich dann auch Pflügi mit noch einem anderen Athleten direkt vor mir. Ich entschied mich gleich weiter Druck zu machen und konnte noch ein paar Positionen gut machen, so dass ich nach einer, für meine Verhältnisse, sehr guten Radleistung als Gesamtachter auf den abschließenden 10Km Lauf gehen konnte.

Die Kulisse am Wechselgarten und auf der Laufstrecke war Gigantisch. Darunter Meistercoach Dominik, das neu gegründete McDonald’s Juniorteam und viele andere bekannte Gesichter. Das war genug Motivation. Dominik gab mir genaue Rückstände aber auch Vorsprünge und Platzierungen. Außerdem zeigte er weibliche Züge, weil er gleichzeitig(!!!) noch diese hervorragenden Fotos machte.
Nach vorne war wie letztes Jahr eine Menge Luft, nur mit dem Unterschied, dass die vor mir Platzierten auch verdammt gut Laufen konnten. Das war eine ganz neue Situation für mich. Es galt auch ein wenig nach hinten zu schauen, um nicht noch auf den undankbaren elften Platz durchgereicht zu werden. Mit der drittschnellsten Laufzeit konnte ich dann doch noch einmal zwei Plätze gut machen. Als Gesamtsechster kam ich überglücklich ins Ziel. Im Nachhinein wurde Christian Ritter als Gesamtdritter noch disqualifiziert. Er hatte bei einer Radpanne fremde Hilfe in Anspruch genommen. Somit rutschte ich sogar noch auf Rang fünf! In der AK wurde ich Vierter.

Die Altersklasse M25-29 ist wohl die stärkste auf der Olympischen Distanz. Ein hervorragender Formtest für Wiesbaden in drei Wochen. Wenn es dort auch der vierte Platz in der Altersklasse werden sollte, wäre ich mehr als zufrieden!! Meine Vorjahreszeit habe ich um fast acht Minuten verbessert. Nach ganz vorne ist natürlich noch eine Menge Luft. Bittner, Otto und Ritter sind aber auch eine Liga für sich.
Ich bin mit meiner Entwicklung nach nur vier Jahren Triathlon sehr zufrieden. Die Formkurve zeigt steil nach oben. Es war einer der besten Wettkämpfe in dieser Saison. Ich freue mich sehr, kommendes Jahr mit der Startnummer “5″ ins Rennen gehen zu dürfen. Diesen Platz zu verteidigen wird bestimmt wieder eine große sportliche Herausforderung sein. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ;-)

Kommenden Sonntag geht’s nach Heidelberg zum Heidelbergman. Schwimmen im Neckar, eine sehr selektive Radstrecke und ein abschließender bergiger 10km Lauf warten dort als letzter Formtest vor der ITU Europameisterschaft in Wiesbaden auf mich. Ich freue mich. Vielleicht sehe ich ein paar meiner Kommilitonen an der Strecke. Zwei Wochen pro Semester studiere ich in Heidelberg. Apopros Studium. Im August geht es das letzte Mal nach Heidelberg. Die Bachelorarbeit liegt in den letzten Zügen, dann bin ich “theoretisch” fertig und es geht noch mehr in die “Praxis”. Auch darauf freue ich mich.

Philipp

Ergebnisse mit Zielvideo gibt’s  hier .

Ein Kommentar bisher...

Pflügi schrieb:

26. Juli 2012 um 12:14 Uhr

Nochmal ganz offiziell^^

Wahnsinns Rennen von dir, am Ende Platz 5 bei dem Starterfeld … dass sieht schon verdammt gut aus. Konnte mich ja zum Glück auch noch als 10. einreihen;)

Also dann lass krachen in Heidelberg und vor allem gutes Gelingen in Wiesbaden, aber das packst du schon.

Bis dahin

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