1. Juli 2012

Platz sieben (Mannschaft) bei der Tour de Cottbus

Geschrieben von Philipp in: News .

An diesem Wochenende sollte es endlich los gehen. Unser Debüt in der Regionalliga. Morgens um 8.00 Uhr trafen wir uns in Erfurt. Kapitän Stefan Bürge, Dirk Ruprecht, Stefan Lindner, Vincent Moritz, Dominik und ich. Die Elmi-Rakete stand schon bereit, so mussten wir nur noch schnell die Räder verstauen und ab auf die A4 Richtung Cottbus. In Dresden machten wir noch einen kleinen Zwischenstop, um Max einzuladen. Eingeladen wurden wir dann auch erstmal zum Frühstück bei McDonald’s. Lecker und unkompliziert. Da bekommt “Fast-Food” doch schon gleich eine andere Bedeutung. Macht es wirklich “fast”. Die Auflösung folgt…

Überpünktlich – kurz vor 12 Uhr – waren wir dann auch schon in Cottbus. Unser Kapitän organisierte die Startunterlagen und dann haben wir auch schon in der Messehalle eingecheckt. Bis hierhin alles ganz unkompliziert. Der Blick auf die Startliste prophezeite uns jedoch: Hier vorne mitzumischen…das wird mehr als kompliziert. Einige der Besten Triathleten die der Verband im Osten zu bieten hat startet für eines der 19 Teams. Jedes Team steht in der Wechselzone beieinander. Macht sogar Sinn. So bekommt man nach dem Schwimmausstieg gleich mal einen Schock, weil das ganze Team schon auf der Strecke ist 8-).
In der Wechselzone lernte ich dann auch noch gleich den Ligawart kennen. Stefan hatte uns bereits vorher gewarnt. Also immer nett lächeln und freundlich grüßen  :lol:

13:00 gab es dann noch eine kleine Einweisung und zwanzig Minuten später ging es mit einer Bimmelbahn zum Schwimmstart. Die erste Disziplin wurde in der Spree absolviert. Flussabwärts. Mit der Strömung. Mal mehr, mal weniger. Deswegen wurde die Schwimmstrecke auch auf etwas mehr als 2km verlängert. Als wir bei über 30 Grad endlich in unserem Neo waren, konnten wir uns noch ein paar Minuten einschwimmen. Kurz vor dem Start machten wir uns alle noch einmal Mut. Außer Stefan L. Der war irgendwie verschwunden. Schon beim einrichten der Wechselzone kümmerte er sich überaus engagiert um die Belange der Mädels. Aber am Schwimmstart waren doch keine?! Vielleicht stimmte er den Ligawart noch ein wenig auf die Erfurter Jungs ein. 8-). Dann ging es auch schon los. Einfach so. Am Anfang die üblichen Schläge und Tritte im Wasser. Da wir alle unsere Startnummern auf der Badekappe hatten, konnte ich mir die größten “Schläger” und “Treter” merken. Es sind ja noch drei Rennen.  :-x Vincent und Stefan L. hielten sich da raus. Die waren zu der Zeit schon wieder fast am Ausstieg.
In der zweiten Hälfte der Schwimmstrecke sah ich dann rechts neben mir eine “McDonald’s Erfurt Badekappe”. Ich vermutete jemanden von uns aber wer sollte es sein? Vincent und Stefan L. schwimmen viel weiter vorne. Stefan B. und Dirk eigentlich weiter hinten. Max hat andere Gesichtszüge. Entweder ich bin heute langsamer als sonst oder verdammt schnell. Nachdem ich mir zehn Minuten den Kopf zerbrochen hatte, kam auch schon der Schwimmausstieg. Gemeinsam mit der “McDonald’s Erfurt Badekappe” alias Philipp Sonnenberg aus Jena ging es in die Wechselzone.

Als 40. kam ich auf die Radstrecke. Nur drei Minuten hinter dem Ersten. Auf dem Rad wurden 7 Runden gefahren. Schon in der ersten Runde konnte ich viele bessere Schwimmer wieder einholen. Auch Philipp aus Jena, der einen Blitzwechsel hingelegt hatte. Ich fühlte mich gut auf dem Rad. Nach vier Runden kam dann eine größere Gruppe von hinten? ‘Was ist das denn?’ – Mannschaftszeitfahren? – Training für die zweite Bundesliga? – Ein Radrennen? (siehe Video) Mit dabei auch Max und Stefan L. und einige starke Radfahrer aus anderen Mannschaften wie Sebastian Guhr (Team EWAG OSSV Kamenz).
Immer wieder versuchte ich mich zu lösen, aber keine Chance. Im Gegenteil, wir schluckten sogar noch eine größere Gruppe vor uns. Völliges Versagen der Kampfrichter, aber auf der anderen Seite, was hätten sie machen sollen? Den ganzen Pulk stoppen? Kollektivzeitstrafe? Wie kann man aber bitte drei Veranstaltungen fast zeitgleich auf eine knapp über fünf Kilometer lange Runde lassen – zumal aufgrund der engen Spree schon riesen Pulks gemeinsam aus dem Wasser kamen.
Die Kampfrichter stellten somit ihre Arbeit nach etwa der Hälfte der Radstrecke ein und zogen die Zeitstrafen – welche am Anfang des Rennens vergeben wurden – nach dem Zieleinlauf zurück. Nur hätte man das auch mal an ALLE Athleten kommunizieren können, da ich zu diesem Zeitpunkt immer noch der Meinung war, dass das hier nicht rechtens zuging und einige Male nach der Wende versuchte mich aus der Gruppe zu lösen.
Schlussendlich waren die schnellen Radfahrer wie Max die Benachteiligten, weil sie ihre Stärke nicht ausspielen konnten. Wir hatten das Pech, dass nur die Hälfte der Mannschaft in dem 50-60 Mann-Pulk vertreten war. Eine Beschwerde – mit der Aufforderung das Rennen zu annullieren – gibt es bereits aus Berlin. Natürlich muss man das Rennen in Frage stellen, jedoch meiner Meinung nach vor allem für die Zukunft präventiv handeln. In Dresden kann es durchaus zu ähnlichen Vorfällen kommen wenn erneut die Männer, Frauen und Masters gemeinsam auf einem Verhältnismäßig kleinem Rundkurs fahren. Man sollte also entweder längere oder selektivere Radstrecken wählen. Für Cottbus ist  es jedoch fraglich ob und wie weit sich die Teamergebnisse nach vorne oder hinten positioniert hätten. Hierbei fehlt einfach ein realistischer Maßstab.

Ich wechselte nach dem Rad als 9. auf die abschließende 11,2 Kilometer lange Laufstrecke. Etwa eine Minute nach dem Ersten. Die Laufstrecke verlief flach und meist im Schatten. Die Temperaturen waren mittlerweile bei 35 Grad. Ich fand schnell meinen Rhythmus, überholte einige Athleten, wurde in der zweiten Runde aber auch noch von zwei Läufern überholt.

Am Ende konnte ich mich über Platz 5 freuen. Mit diesem Platz bin ich mehr als zufrieden. Mehr war nicht drin. Mit der zweitschnellsten Radzeit und der drittschnellsten Laufzeit ist es in meinen Augen ein gelungenes Regionalliga Debüt. Jetzt weiß ich jedenfalls, dass das hier kein Zuckerschlecken wird. Ich werde mich im Laufe der Saison noch im Schwimmen steigern müssen, um diese Platzierung in den kommenden Rennen festigen und ausbauen zu können. Gewonnen hat Dominik Kugler (TuS Neukölln Berlin) vor Sven Kunath (Team EWAG OSSV Kamenz) und Mathias Kindel (TuS Neukölln Berlin). Stefan L. auf dem 14. Platz und Max und Dirk auf Platz 51 bzw. 52 komplettierten das gute Mannschaftsergebnis. Auch Vincent kämpfte bis ins Ziel und wurde Schlussendlich noch 69.. Stefan B. wollte den Zieleinlauf der ersten nicht verpassen und widmete sich nach der Hälfte der Laufstrecke der Teamorganisation und unterstützte Dominik, nachdem er sich wohlwollend versichert hat, dass alle anderen noch im Rennen sind. Da eh nur die vier Zeitschnellsten eines jeden Teams in die Wertung kommen, war das ein feiner Schachzug um die Gegner zu verwirren und von seiner Stärke im Schlussspurt abzulenken. Keiner wusste zu diesem Zeitpunkt, dass er am nächsten Tag beim Erfurt Triathlon in einer Staffel dem Riechheimer Berg das fürchten lehren sollte. Saubere Leistung Stefan!!

Mit der Mannschaft haben wir einen hervorragenden 7. Platz erreicht. Auch wenn der 6. nur knapp 1:30 min vor uns war. Mit Sicherheit hätten wir bei “fairen” Bedingungen ein wenig besser abgeschnitten. Aber die Bedingungen waren ja für fast alle gleich. Der Sieg ging hier an TuS Neukölln Berlin von Team EWAG OSSV Kamenz und dem Dresdner Triathlon Team. Wenn wir uns im Laufe der Saison steigern können, dann ist ein Platz unter den Top 6 am Ende der Saison realistisch. In zwei Wochen geht es bereits zum zweiten Rennen nach Dresden. Dort ist dann auch Patrick Witzenhausen mit dabei, der dieses Wochenende bei tropischen Temperaturen beim IRONMAN in Klagenfurt gestartet ist und dort die Erfurter Fahnen hochgehalten hat.

Ein großes Dankeschön geht auch an unseren Hauptsponsor Dominik Neiss, der als Betreuer einen hervorragenden Job gemacht hat.

Einzelergebnisse gibt es hier.
Mannschaftswertung gibt es hier.

sportliche Grüße,
Philipp

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