29. Juli 2015

30. Werratal Triathlon – Landesmeister 2015 im Triathlon

Geschrieben von Philipp in: News .

Beim ältesten Triathlon in Thüringen konnte ich vergangenes Wochenende den Landesmeistertitel auf der Olympischen Distanz sichern. Noch viel schöner für mich persönlich ist allerdings die Tatsache, dass es erst mein zweiter Triathlon war, den ich in der Gesamtwertung für mich entscheiden konnte. Das erste Mal gelang es mir vor drei Jahren beim Sachsenring Triathlon.
Im Vorfeld zum Werratal Triathlon war ich ein wenig hin und her gerissen. Rein physiologisch hatte ein Start – nur zwei Wochen nach meiner Langdistanz – überhaupt kein Sinn gemacht. Psychologisch hingegen war ich schon einen Schritt weiter. Zumal es mein zweites Heimrennen ist. Meine Freundin Sarah-Alicia kommt aus Barchfeld. Schwiegereltern, Schwiegergroßeltern, Schwiegertanten, Schwiegeronkel, … wohnen alle in Barchfeld. Ich hatte quasi gar keine Wahl. Veranstalter Gert Hellmann lud uns zudem bereits letztes Jahr ein. Es sollte ein besonderer Triathlon werden. Einige Sieger der vergangenen Jahre – unter anderem Amateurweltmeister Kai Röckert, hatten ihre Zusage gegeben und waren vor Ort.

Also machten sich Dominik und ich am Sonntag auf den Weg nach Barchfeld. Wie jedes Jahr war die Veranstaltung liebevoll organisiert. Viele bekannte Gesichter zeigten sich vor dem Start. Der Druck wuchs… :roll:
Unter anderem war der aktuelle Landesmeister aus dem Jahr 2014 Reiner Wunderlich (KS Sportsworld) am Start. Letztes Jahr – beim Triathlon am Ratscher – hat er mich in allen Disziplinen deklassiert. Ich wurde am Ende Zweiter – mit deutlichem Rückstand. Schon nach dem Schwimmen lag ich etwa drei Minuten zurück. Das wollte ich dieses Jahr unbedingt besser machen. Reiner gilt als hervorragender Schwimmer und ist letztes Jahr unter den TOP15 bei der Challenge Roth aus dem Wasser gestiegen. Seinen Füßen zu folgen wäre also riskant gewesen. Wahrscheinlich hätte ich in der zweiten Runde wie ein toter Fisch mit dem Bauch nach oben im Wasser gelegen. Oder hätte ein Sauerstoffzelt vor dem Radfahren gebraucht.
So schwamm ich an Position vier liegend hinter Stefan Hochstein (Triathlon Jena). Auch er war früher ein ziemlich schneller Athlet der unter anderem auch schon hier gewonnen hatte. Letztes Jahr hatten wir uns noch in der Liga duelliert. Zusammen mit ihm und Lokalmatador Philip Morgenweck stiegen wir etwa eine Minute hinter dem enteilten Reiner Wunderlich aus der Kiesgrube. EINE MINUTE? Super!! Damit lies es sich leben.

Da ich mich entschied Socken vor dem Radfahren anzuziehen, verlor ich den Anschluss an das Duo Morgenweck/Hochstein. Letzteren konnte ich allerdings relativ schnell stellen. Auf dem Rad musste eine 11km Runde mit einem ordentlichen Anstieg vier Mal gefahren werden (44Kilometer). Die ersten zwei Runden blieb ich in Sichtkontakt hinter Philip Morgenweck. Für ihn war es ein Heimspiel und er war ein starker Radfahrer. In Runde drei erhöhte ich allerdings die Schlagzahl, da ich die Chance witterte, vor dem abschließenden Lauf auf den führenden Wunderlich aufzuschließen. Dies gelang uns schneller als erwartet. Philip hatte überall an der Strecke seine Spitzel, die uns die Rückstände verrieten. Das war genial. Als Führungstrio ging es dann in die letzte Runde. Von hinten schien keine Gefahr, also trödelten wir ein wenig. Ich persönlich hatte kein Interesse weiterhin Vollgas auf dem Rad zu geben. Auf dem Papier war ich der stärkste Läufer. Dementsprechend gab es noch zwei bis drei Attacken von den anderen Zweien. Einen Vorsprung konnte aber keiner auf den letzten zehn Kilometern rausfahren, so dass wir zu dritt auf den abschließenden 10km Lauf gingen.

Dort machte ich von Anfang an Druck und konnte mich recht schnell distanzieren. Eine abwechslungsreiche 10km Wendepunktstrecke wartete auf uns. Als ich bei der Wende einen komfortablen Vorsprung hatte, nahm ich auf dem Rückweg an Tempo raus, um physiologisch nicht noch weiter in den Keller zu fallen. Am Ende gewann ich mit drei Minuten Vorsprung vor Philip Morgenweck und Reiner Wunderlich.

Sarah-Alicia wurde Zweite bei den Frauen. Da die erste aber aus Hessen kam, wurde auch sie Landesmeisterin. Ein super Wochenende also für uns (:

Ergebnisse gibts hier.

Jetzt liegt der Fokus zu 100% auf der anstehenden 70.3 Weltmeisterschaft Ende August in Zell am See. Das meiste Potential habe ich zur Zeit beim Laufen. Daran muss ich im August konsequent arbeiten. Ich freue mich darauf.

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