17. August 2015

Sprint Nordhausen – gelungene Generalprobe gegen Thüringens Nachwuchselite vor der Weltmeisterschaft in Zell am See

Geschrieben von Philipp in: News .

So ein Sprint ist schon was anderes. Hier zählt jede Sekunde. Den Sieg habe ich wahrscheinlich in der Wechselzone verschlafen. Ganz im Gegensatz zu den Sprintstars aus Weimar. Klar, durch die Bundesliga sind die jungen wilden genau so ein Format gewöhnt. Geil war es trotzdem.

Zwei Wochen vor der Weltmeisterschaft wollte ich mich nochmal einen kleinen Formtest unterziehen und entschied mich in Nordhausen auf einen Sprinttriathlon einzulassen. 750m Schwimmen, 20Km Radfahren und abschließend 5Km Laufen. Nach langer Zeit waren auch mal wieder Ulrike und Julius mit als Supporter an der Strecke. Dominik selbstverständlich auch. Meine persönliche Zielstellung war, beim Schwimmen nicht all zu viel Zeit zu verlieren und dann auf dem Rad ordentlich Druck zu machen, um beim abschließenden Laufkurs Tuchfühlung zur Spitze zu haben.

Schwimmen lief für meine Verhältnisse (ohne Neo, Wassertemperatur knapp über 23 Grad) spitze, trotzdem verlor ich knapp zwei Minuten zur Spitze. Als ob ich nicht schon genug Zeit im Wasser verlor, fiel der ganze Radständer zusammen, als ich mein Rad von der Stange nahm. Weitere wertvolle Sekunden verstrichen eh ich auf dem Rad mehr investieren musste als ich wollte. Nach 10km konnte ich auf Reiner Wunderlich (Triathlon Jena) aufschließen, der nach dem Schwimmen etwa eine Minute Vorsprung hatte. Die letzten 10km konnte ich auch nach vorne noch weiter Boden gut machen, was allerdings schwierig war, weil vorne nicht sauber gefahren wurde und die Kampfrichter nicht durchgriffen. Am Ende stand trotzdem der schnellste Radsplit zu buche.
So ging es auf Platz 7, mit einem Rückstand von 1:30min auf Ricardo Amarell (HSV Weimar), auf die Laufstrecke. Durch schnellere Wechsel schoben sich auch Reiner Wunderlich und Paul Triebkorn (A3K Berlin) wieder vor mich. Diese konnte ich am Anfang der Laufstrecke allerdings gleich stellen und machte mich auf die Verfolgung des Führungstrios. Laufen lief erstaunlich gut, mit dem schnellsten Laufsplit konnte ich Meter um Meter gut machen. Am Ende fehlten lediglich 10 Sekunden auf Platz 2 (Tom Gorges) und 30 Sekunden auf Platz 1 (Ricardo Amarell). Die Zeiten waren deutlich schneller als die Jahre zuvor obwohl aufgrund der hohen Wassertemperatur auf den Neoprenanzug beim Schwimmen verzichtet werden musste.

Somit konnte ich meinen ersten Platz im Thüringencup vorerst verteidigen.

Leider gab es entgegen der Ausschreibung keine Gesamtsiegerehrung. Eigentlich unverständlich, da es im Rahmen des “Scheunenhof Triathlons” die größte Veranstaltung mit über 150 Teilnehmern war. Außerdem in den Thüringencup mit einfließt und somit das Feld stark besetzt war. Auch hat es zwischen Rennen und Siegerehrung über zwei Stunden gedauert, was in meinen Augen zu lang ist. Ein weiteres absolutes “No-Go” war, dass das Rennen vom Kampfrichter freigegeben wurde obwohl zwei Weimarer deutlich vor der Startlinie standen und auch nach mehrfacher Aufforderung nicht zurückkamen. In so einem Fall sollte man konsequent sein und den Sportler bestrafen. Auf der anderen Seite ist das Verhalten aber auch von den Weimarern absolut unsportlich und wirft kein gutes Licht auf unseren Sport und die Nachwuchsschmiede des HSV Weimar.

Jetzt werde ich noch eine Woche relativ hart trainieren. Anschließend geht es physisch und psychisch in die Endphase der Vorbereitung für die Weltmeisterschaft am 30. August 2015 in Österreich. Ich freue mich sehr und fühle mich gut vorbereitet.

Ergebnisse gibt es hier.

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