26August2012

Rasante Aufholjagd in Jena beim Teamwettkampf der Regionalliga

Geschrieben von Philipp in: News

Mit einem hervorragendem 5. Platz beim abschließenden Teamwettkampf in der Regionalliga Ost, verabschieden wir uns mit dem Regionalligateam in die wohlverdiente Winterpause.

Schon das Schwimmen (4x500m) verschaffte uns eine gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf des Rennens. Zusammen mit unseren Freunden aus Jena (Ligateam Triathlon Jena) und den späteren Gesamtsiegern Kamenz ging es auf die Laufstrecke. Dort führten wir dann zunächst Maximilian an seine Grenzen. Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass sich die Maschine Max nur für das anschließende Teamzeitfahren schonte. Hier drehte er völlig auf, sodass es seine Teamkollegen Patrick, Stefan L. und ich nur kurze Passagen im Wind aushielten. Unsere zwischenzeitlich beim Laufen enteilten Freunden aus Jena waren eine der Ersten Opfer unseres “McDonald’s-Radexpresses”. Somit sicherten wir uns auch die von Hubert Hammerl (Sprecher) angeheizte Thüringenvorherrschaft in der Regionalliga (:(: Mit dem Zweitschnellsten Radsplit (11 Sekunden hinter Kamenz) konnten wir viel Zeit auf die Teams vorne gut machen und einige Teams noch überholen. Krasse Teamleistung!!!!

Die Stimmung an der Strecke war hervorragend. Ein riiiiiiesen Dankeschön an unseren Teamchef Dominik Neiss, Teamkollegen Stefan B., Karsten und Christian, Eltern, Freunde, Verwandte und Interessierte für die Anfeuerungen und Support an der Strecke. Wir hatten das Gefühl es sei unser Heimwettkampf (:

Auch ein großes Kompliment an die Organisatoren in Jena. Toller Wettkampf und eine makellose Organisation. Ein würdiger Saisonabschluss!!

Durch die umstrittene “Rote Karte” und die damit verbundene Disqualifikation in Dresden, wird unser Gesamtergebnis mit Platz 11 ein wenig verfälscht. Dennoch blicken wir optimistisch auf unsere erste Regionalliga-Saison zurück. Sowohl die Teamleistung in Jena, als auch hervorragende Einzelplatzierungen im Laufe der Saison zeigen, dass wir Konkurrenzfähig sind.

Die meisten von uns sammeln jetzt erst einmal Kräfte für die neue Saison. Noch ein spannendes Duell wird es in zwei Wochen beim Berlinman (2,2km/90km/20km) zwischen Max und mir geben. Auch wenn  ich aufgrund der für mich sehr langen und intensiven Saison die Luft schon ganz schön raus ist, werde ich nochmal alles versuchen um relativ weit vorne mitzumischen. Das Starterfeld ist gigantisch. Wir werden in Berlin auf einige Regionalligamitstreiter aus anderen Vereinen treffen. Unter anderem Sebastian Guhr (Kamenz) und Matthias Kindel (Berlin), mit denen ich dieses Jahr schon spannende Duelle in der Regionalliga austragen durfte die oftmals erst auf der Ziellinie entschieden wurde. Ex-Erfurter und Vorjahressieger Daniel Gebert ist auch wieder mit dabei.

Drei Wochen später werde ich schon wieder in Berlin an der Startlinie stehen. Dieses Mal zu meinem Herbstmarathon. Was für eine Zeit dort noch drin ist, bin ich selber sehr gespannt. Das kann ich momentan überhaupt nicht einschätzen.

Bis bald,
Philipp

 

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13August2012

IRONMAN 70.3 European Championship Wiesbaden

Geschrieben von Philipp in: News

Bereits Freitag nach der Arbeit ging es Richtung Hessen. Der vermutete Stau auf der Autobahn blieb aus, so dass wir es doch noch rechtzeitig schafften, die Startunterlagen bis 19 Uhr abzuholen. Anschließend fuhren wir noch die Radstrecke ab. Ich versuchte mir, die bissigen Anstiege und gefährlichen Abfahrten gut einzuprägen, um am Sonntag nicht gleich von Beginn an zu “überzocken”.
Am Samstag absolvierte ich dann noch eine kleine Koppeleinheit, bevor ich kurz nach elf mein Rad eincheckte. Alles lief nach Plan. Die Organisation war perfekt! Anschließend ging es nach Wiesbaden zur Wettkampfbesprechung. Langsam aber sicher machte sich eine gewisse Nervosität breit. Ich freute mich total auf das anstehende Rennen. Das Wetter sollte auch mitspielen, was dieses Jahr ja bislang keine Selbstverständlichkeit war  :cry: . In Wiesbaden ging es dann noch zu Maredo und anschließend zurück ins Hotel in der Nähe des Schwimmstartes – noch ein wenig Olympia schauen und früh schlafen gehen.

Am nächsten Morgen klingelte bereits um kurz nach halb sechs der Wecker. Die letzten Sachen packen, Frühstücken und dann ging es auch schon los.
In der Wechselzone 1 konnten wir noch einmal das Rad für den Wettkampf präperieren, dann ging es ab in den Neo und in den Vorstartbereich. Gemeinsam mit Sebastian Guhr ging es dann ins Wasser zum Einschwimmen. Wir waren in der dritten Welle. 7:30 Uhr starteten die Profis, 7:35 alle Frauen und die 50-70 Jährigen. Zehn Minuten später dann die AK 18-24 und 25-29. Knapp über 200 Starter umfassten diese zwei Altersklassen. Da der Schwimmstart sehr breit war, gab es ähnlich wie in Heidelberg nahezu keine Schlägereien im Wasser. Es galt zuerst eine kurze 800m Schlaufe zu schwimmen, nach einem kurzen Landgang ging es dann noch auf die abschließende 1.100m Runde. Die tiefstehende Sonne und das “Aufschwimmen” auf die Frauen und älteren Herren sorgten für eine gewisse Orientierungslosigkeit. Trotzdem kam ich sehr gut in dem trüben Gewässer zurecht und kam nach etwa 29 Minuten als 24. meiner Altersklasse aus dem Wasser. Somit hatte ich meine schwächste Disziplin gut gemeistert und ich freute mich auf den weiteren Rennverlauf.

Der Wechsel durch die lange Wechselzone aufs Rad klappte hervorragend. Nach etwa 6 Kilometern kam mein persönlicher Favorit in meiner Altersklasse Timothy Van Houtem aus Belgien vorbei gefahren. Ich konnte ihn ein paar Kilometer folgen bevor ich ihm am ersten Berg verlor. Als dann bereits nach 10 Kilometern Sebastian Guhr (OSSV Kamenz) vorbeigeflogen kam, war meine Motivation kurzzeitig im Keller. Das er irgendwann auf dem Rad kommt war mir klar. Gewünscht hätte ich ihn mir aber frühestens bei Kilomter 50 8-O . Basti startet auch in der Regionalliga, schwimmt aber dort in der Regel 1-2 Minuten langsamer über 1,5 Kilometer.
Ich rechnete kurz hoch und kam zu dem Entschluss, dass Basti innerhalb von 10 Kilometern zwei Minuten gut gemacht hatte. Das macht über 90 Kilometer 18 Minuten. War ich so langsam unterwegs? — Im nachhinein erfuhr ich aber, dass er nur kurze Zeit hinter mir aus dem Wasser kam. Ich versuchte mein Tempo zu finden und auf den ersten 30 Kilometern nicht zu überziehen. Insgesamt waren über die 91 Kilometer 1.450 Höhenmeter zu überwinden. Der größe Teil davon nach Kilometer 30. Der Plan ging auf.
Auf der zweiten Streckenhälfte konnte ich einige Athleten meiner AK überholen. Sogar an meinen Trainingspartner von Mallorca Michael Louys (beaune monnot triathlon/BEL) konnte ich im zweiten Teil der Strecke wieder auffahren, nachdem er mich auf den ersten 30 Kilometern ebenfalls überholt und zwischenzeitlich einen größeren Vorsprung rausgefahren hatte. Die letzten acht Kilomter ging es nur noch bergab nach Wiesbaden. Mit der zweitschnellsten Wechselzeit ging es auf den abschließenden Halbmarathon.

Ich lief ambitioniert an. Zu diesem Zeitpunkt lag ich auf Position 12. Die Beine waren richtig gut. Es wurde auch von Minute zu Minute wärmer. Also genau mein Wetter. Doch von 0 auf 100 hatte ich plötzlich einen Krampf im rechten Oberschenkel. ‘Das kann doch nicht wahr sein’, dachte ich mir und fluchte leise vor mich hin. So stand ich etwa eine Minute am Wegesrand und dehnte mich. Die Zuschauer im Park feuerten mich an weiterzulaufen. Ich ging ein paar Schritte, bevor ich wieder einen vorsichtigen Trabschritt lief. Genau rechtzeitig kam zudem die eine von zwei Verpflegungsstellen auf der fünf Kilomter Runde. Zwei Becher Cola und Wasser bauten mich wieder auf. Nach und nach wurde es besser und ich konnte wieder Tempo aufnehmen, um erneut die Athleten zu überholen, welche ich bereits wenige Kilometer zuvor überholt hatte.
Eine Runde später der selbe Salat noch einmal. Dieses mal jedoch schlimmer. An einer Verpflegungsstelle stoppte plötzlich ein Triathlet unmittelbar vor mir ab. Auf diese “Vollbremsung” war ich nicht vorbereitet. Erneut ein Krampf. Selbe Stelle. ‘Das war’s', dachte ich mir. Zwölf Kilometer kannst du unmöglich in diesem Zustand zurücklegen. Auf der anderen Seite veruchte ich an positive Dinge zu denken. An den schönen Triathlon in London vergangene Woche, den ich live mit meiner Freundin in London verfolgt hatte. An die vielen Trainingsstunden, die ich unter anderem für diesen Wettkampf absolviert hatte. An den hervoragenden Support von Dominik an der Strecke. Auch mein Trainer Peter war in Wiesbaden, um Boris und mich zu unterstützen. Meine Supporter und mich selbst wollte ich nicht enttäuschen.
Ich probierte es noch einmal. Es sah nicht schön aus, aber es ging wieder. Nachdem ich so zwei Kilometer getestet hatte, ging ich wieder auf Vollgas. “Sieht gut aus. langer Schritt und Vollgas”, rief Peter mir zu. “Du bist Achter”, rief Dominik einen Kilometer danach. ‘Geil’, dachte ich mir. Trotz Krämpfe Plätze gut gemacht.
Wie gerufen, kamen die Krämpfe, nach einer unsauber genommenen Kurve, zum dritten Mal. Doch jetzt hatte ich bereits ein Rezept. Kurze Pause. Dehnen. Motivieren und motivieren lassen und weiter ging’s. Noch sechs Kilometer bis ins Ziel. In der letzten Runde lief ich von den Zuschauern beflügelt Krampf- aber nicht Kampflos. Ich überholte sogar noch zwei Athleten meiner Altersklasse, so dass ich am Ende mit der 4. schnellsten Laufzeit meiner AK noch auf einen hervorragenden 6. Platz vorlaufen konnte. Gesamt wurde ich in einem stark besetzten Feld 49. von über 2.000 Startern.

Gewonnen hat Michael Raelert mit Streckenrekord. Zweiter wurde der Belgier Bart Aernouts. Besonders freue ich mich über den dritten Platz von meinem Teamkollegen und Trainingsfreund vom Sauerland Team Boris Stein. Nachdem er vor ein paar Wochen Deutscher Meister auf der Mitteldistanz wurde, mischte Boris in seinem ersten Profijahr, der neben dem Triathlon als Lehrer tätig ist, die hochgehandelten anderen Profis mächtig auf. Ich freue mich schon auf das Frühjahr. Dann heißt es wieder “3-2-1-ab”!! ;-)

Gesamtergebnisse gibt’s hier.
Altersklassenergebnisse gibt’s hier.

Es war ein wirklich toller Wettkampf, der jeden Cent wert war. Weltklasse Organisation. Nachdem ich dieses Jahr eine Challenge und einen IRONMAN 70.3 mitgemacht habe, muss ich sagen, dass es 1:1 steht. Beide Veranstalter bemühen sich wirklich sehr um die Athleten. Es war ein einzigartiges Wochenende. Ein riesengroßes Dankeschön auch an Dominik und alle anderen, die an der Strecke angefeuert oder von Zuhause aus die Daumen gedrückt haben.
Ohne eine derartige Unterstützung wäre ich in einer solch komplexen Sportart ziemlich aufgeschmissen. Das Equipment (was nicht sooooo wenig ist) trägt sich nicht von alleine. Auch sehen vier Augen immer mehr als zwei.

Ich bin mit meinen 6. Platz mehr als zufrieden. Er hätte sogar zu einem indirekten Qualifikationsplatz für die Weltmeisterschaft in vier Wochen in Las Vegas gereicht. Direkt hätten sich die ersten Vier qualifiziert. Zwei haben sich jedoch schon über ein anderes IRONMAN 70.3 Rennen in der Saison qualifiziert. Für mich stand jedoch vor dem Rennen bereits fest, dass ich im Falle einer Qualifikation dieses Jahr nicht daran teilnehmen kann und will. In der Woche der WM findet meine Verteidigung der Bachelorarbeit statt. Das Studium hat in diesem Fall Priorität. Aufgeschoben heißt jedoch nicht aufgehoben :) Kommendes Jahr möchte ich mich erneut qualifizieren und dann auch in Las Vegas starten. In den kommenden zwei Wochen bin ich nochmals zum Studium in Heidelberg. An dem Wochenende dazwischen starte ich mit dem Regionalligateam zum Mannschaftsrennen in Jena. Am 9. September bin ich noch beim Berlinman, ebenfalls einer Mitteldistanz, bevor ich abschließend Ende September noch einen Marathon laufen werde.

Bis dahin,
Philipp

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29Juli2012

Heidelbergman – Generalprobe vor der 70.3 EM in Wiesbaden

Geschrieben von Philipp in: News

Zwei Wochen vor Wiesbaden startete ich in Heidelberg zum Heidelbergman. Das war wohl die härteste Radstrecke, die ich bisher in einem Triathlon Rennen über die olympische Distanz absolviert hatte. Über 800 Höhenmeter auf 35Km. Zwei Mal den Königsstuhl hinauf mit Anstiegen von bis zu 14%. Die Abfahrten bei Nebel und Regen bildeten ebenso eine knifflige Angelegenheit. Am Ende fuhr ich 10 Minuten langsamer als der spätere Gesamtsieger Michael Göhner. Trotzdem war ich zufrieden.
Geschwommen wurde im Neckar. Mit leichter Strömung – nicht spürbar aber an der Zeit klar erkennbar – ging es als 41. von fast 500 Athleten auf die Radstrecke. Kurz vor dem Start regnete es wie aus Kübeln, so dass die ohnehin schon anspruchsvolle Radstrecke, eine knifflige und nicht ganz ungefährliche Angelegenheit wurde. Im Schritttempo ging es über Kopfsteinpflaster auf die bergige Runde, welche zweimal zu absolvieren war. Berghoch konnte ich viele Plätze gut machen, welche ich Bergab wieder einbüßte. Auf nasser Straße und bei Nebel mit teilweise weniger als 30 Metern Sichtweite war mir das Risiko zu groß und ich fuhr lieber wie eine Pussy die Berge wieder runter  :roll: .
Das Gefühl des “Langsamfahrens” wurde mir kurz vor der zweiten Wechselzone noch mal vor Augen geführt. Bei 35 Kilometern und einen Schnitt von unter 26km/h wurde das Gefühl zur Realität.

So wechselte ich als 30. auf den abschließenden Lauf, welcher vom Profil nicht weniger anspruchsvoll war als die Radstrecke. Hier konnte ich mich nach einem kleinen Hänger am Anfang aber behaupten und noch einige Plätze gut machen. Mit meiner Laufzeit von 36:04 Minuten bei dieser profilierten Strecke war ich sehr zufrieden
Am Ende wurde ich 18. Gesamt und noch Dritter in meiner Altersklasse. Gewonnen hat Michael Göhner (Erdinger Alkoholfrei) vor Johannes Moldan (SV Würzburg 05) und Paul Schuster (TuS Griesheim).

Eine sehr schöne Veranstaltung! Die tolle Stimmung und ein paar bekannte Gesichter an der Strecke motivierten mich trotz des Wetters ungemein. Für den Regen kann der Veranstalter ja nichts. Der scheint dieses Jahr irgendwie zu jedem Wettkampf dazu zu gehören. Vielleicht lacht ja zur Abwechslung in Wiesbaden mal die Sonne?!

Dominik hat wieder vor, während und nach dem Wettkampf beeindruckende Bilder gemacht. Danke für den W A H N S I N N S Support. Die Bildunterschriften ergeben eine richtige Story. Aber schaut selbst. Manchmal sagen Fotos mehr als 1.000 Worte, oder so ähnlich. Viel Spaß beim Stöbern. ;-)

Euer Philipp

Ergebnisse gibt’s hier.

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26Juli2012

Ein grandioser Wettkampf in Leipzig

Geschrieben von Philipp in: News

Leipzig ist unumstritten die größte Triathlonveranstaltung in Mitteldeutschland. Und wohl eine der schönsten in ganz Deutschland. Hier stimmt einfach alles. Von der liebevollen Organisation, über das Starterfeld, die Lage, die Moderation, die Zielverpflegung, Stimmung auf der Strecke bis hin zur schnellen und hervorragenden Siegerehrung. Dieses Jahr wurde der Triathlon bereits zum 29. Mal veranstaltet. Die Siegerliste der vielen Jahre ist lang und es stecken großartige Triathleten dahinter. Unter anderem Lothar Leder, Thomas Hellriegel, Ronny Dietz, Faris Al Sultan und seit diesem Jahr auch Per Bittner.

Moderator Andreas Clauß fragte mich beim “Check In” des Rennrades nach meinem Ziel für diesen Wettkampf. “Platz acht”, antwortete ich mit einem Schmunzeln im Gesicht. Ich wollte meine Vorjahresleistung bestätigen, was allerdings bei dem erlesenen Starterfeld kein leichtes Unterfangen werden sollte: Per Bittner (ALZ Sigmaringen), Christian Ritter, Bastian Dobrowald (SC DHfK Leipzig), Christian Otto (Leipzig), Erik Müller, Thomas Seidel (beide Leipziger Triathlon e.V.) aber auch Matthias Dunse (die kessen Sachsen) und Sebastian Pflüger aus Jena versprachen einen spannenden Kampf um die ersten zehn Plätze, wo bei Erreichen sogar ein Preisgeld winkte .
Nach abgeschlossenen Vorbereitungen in der Wechselzone, konnte ich noch ein wenig mit Pflügi fachsimpeln. Die Regionalliga aber auch das exklusive Starterfeld hier in Leipzig gaben dazu mehr als genug Anlass. Auch Pflügi strebte eine Top10 Platzierung an.

Um 11:00 Uhr war es dann auch soweit. Über 400 Triathleten wurden in zwei Wellen auf die Schwimmstrecke im kristallklaren aber kalten Kulkwitzer See geschickt. Es wurde eine Runde (1.550m) geschwommen. Ich ging das Rennen ambitioniert an, um mich aus allen Schlägereien unter und über dem Wasser rauszuhalten. Der Plan ging auf. Zwar musste ich dem hohen Starttempo, nach etwa der Hälfte der Strecke, Tribut zollen und einige Schwimmer passieren lassen, dennoch fühlte ich mich besser als in den vergangenen Wettkämpfen und konnte so meine Schwimmzeit aus dem Vorjahr um mehr als eine Minute verbessern.

Der anschließende Wechsel klappte wunderbar. Als 24. machte ich mich auf dem Bike an die Verfolgung der anderen Athleten. Pflügi war das Ziel.  8-) Ich hatte von Anfang an richtig gute Beine. Da die ersten Schwimmer mehr als fünf Minuten vor mir aus dem Wasser kamen und damit die Top10 in Gefahr waren, gab es für mich nur die Devise “Vollgas”.
Nach zwei Runden hatte ich dann auch Pflügi mit noch einem anderen Athleten direkt vor mir. Ich entschied mich gleich weiter Druck zu machen und konnte noch ein paar Positionen gut machen, so dass ich nach einer, für meine Verhältnisse, sehr guten Radleistung als Gesamtachter auf den abschließenden 10Km Lauf gehen konnte.

Die Kulisse am Wechselgarten und auf der Laufstrecke war Gigantisch. Darunter Meistercoach Dominik, das neu gegründete McDonald’s Juniorteam und viele andere bekannte Gesichter. Das war genug Motivation. Dominik gab mir genaue Rückstände aber auch Vorsprünge und Platzierungen. Außerdem zeigte er weibliche Züge, weil er gleichzeitig(!!!) noch diese hervorragenden Fotos machte.
Nach vorne war wie letztes Jahr eine Menge Luft, nur mit dem Unterschied, dass die vor mir Platzierten auch verdammt gut Laufen konnten. Das war eine ganz neue Situation für mich. Es galt auch ein wenig nach hinten zu schauen, um nicht noch auf den undankbaren elften Platz durchgereicht zu werden. Mit der drittschnellsten Laufzeit konnte ich dann doch noch einmal zwei Plätze gut machen. Als Gesamtsechster kam ich überglücklich ins Ziel. Im Nachhinein wurde Christian Ritter als Gesamtdritter noch disqualifiziert. Er hatte bei einer Radpanne fremde Hilfe in Anspruch genommen. Somit rutschte ich sogar noch auf Rang fünf! In der AK wurde ich Vierter.

Die Altersklasse M25-29 ist wohl die stärkste auf der Olympischen Distanz. Ein hervorragender Formtest für Wiesbaden in drei Wochen. Wenn es dort auch der vierte Platz in der Altersklasse werden sollte, wäre ich mehr als zufrieden!! Meine Vorjahreszeit habe ich um fast acht Minuten verbessert. Nach ganz vorne ist natürlich noch eine Menge Luft. Bittner, Otto und Ritter sind aber auch eine Liga für sich.
Ich bin mit meiner Entwicklung nach nur vier Jahren Triathlon sehr zufrieden. Die Formkurve zeigt steil nach oben. Es war einer der besten Wettkämpfe in dieser Saison. Ich freue mich sehr, kommendes Jahr mit der Startnummer “5″ ins Rennen gehen zu dürfen. Diesen Platz zu verteidigen wird bestimmt wieder eine große sportliche Herausforderung sein. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ;-)

Kommenden Sonntag geht’s nach Heidelberg zum Heidelbergman. Schwimmen im Neckar, eine sehr selektive Radstrecke und ein abschließender bergiger 10km Lauf warten dort als letzter Formtest vor der ITU Europameisterschaft in Wiesbaden auf mich. Ich freue mich. Vielleicht sehe ich ein paar meiner Kommilitonen an der Strecke. Zwei Wochen pro Semester studiere ich in Heidelberg. Apopros Studium. Im August geht es das letzte Mal nach Heidelberg. Die Bachelorarbeit liegt in den letzten Zügen, dann bin ich “theoretisch” fertig und es geht noch mehr in die “Praxis”. Auch darauf freue ich mich.

Philipp

Ergebnisse mit Zielvideo gibt’s  hier .

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