15Juni2014

Sprinttriathlon in Apolda…

Geschrieben von Philipp in: News

…oder “Kräftemessen” mit der Jugend. Da habe ich auf jeden fall deutlich den kürzeren gezogen. Ich bin halt nicht mehr der jüngste ((:  Trotzdem konnte ich meine Führung im Thüringencup (Gesamt und AK) ausbauen.

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23September2013

Las Vegas – eine Weltmeisterschaft mit Höhen und Tiefen…

Geschrieben von Philipp in: News

…im Streckenprofil aber auch von der eigenen Leistung – auf die 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und 21 km Laufen bezogen. Persönlich habe ich alles gegeben und bin den Umständen entsprechend sehr zufrieden. Entgegen meinen Erwartungen war die Leistungsdichte jedoch sehr hoch. So gab es bis zum Zielstrich viele Positionskämpfe. Ich habe im Laufe des Wettkampfes viele Plätze verloren aber auch viele Plätze wieder gut gemacht. Am Ende habe ich einen respektablen 46. Platz in meiner Altersklasse und viel Erfahrung hinzu gewonnen. Aber von vorne:

Am 3. September ging es mit Dominik in Erfurt los. Mit dem Zug nach Frankfurt und von dort hatten wir einen Direktflug nach Las Vegas. Mitten in der Wüste. Mitten in der Spielhölle. (“Hölle” trifft es ganz gut, denn leider hatte ich mein Geld am Tisch nur kurzfristig vermehrt… :cry: ) Donnerstag habe ich mein Leihrad abgeholt und es auch gleich zu einer Ausfahrt gebeten. Die Bedingungen waren genial. Knapp 40 Grad und ein richtig heißer Wind, dazu eine wahnsinnig tolle Landschaft. Ich war begeistert und voller Euphorie. ‘Mögen die Spiele beginnen’, dachte ich mir. Die nächsten zwei Tage fiel mir das Training wirklich schwer. Schwere Beine und ein hoher Puls beunruhigten mich.

RACEDAY

Am Sonntag klingelte dann um 5 Uhr der Wecker. Womit wohl keiner gerechnet hatte: es regnete in Strömen und das Thermometer zeigte gerade mal knapp 20 Grad an. Und das Wetter sollte auch bis zum Start nicht besser werden. Eigentlich ja Verhältnisse wie man sie aus dieser Sasion in Deutschland kennt, aber freuen konnte man sich darüber nicht, hatte ich mich doch sogar noch teilweise in der Sauna auf mein Saisonhöhepunkt vorbereitet.

Schwimmen:

Durch den Regen war der ohnehin schon dreckige “Lake Las Vegas” noch viel dreckiger und man sah die eigene Hand vor den Augen nicht. Aufgrund der etwa 28 Grad Wassertemperatur war der Neoprenanzug zudem verboten. Für mich als schlechter Schwimmer, beides keine guten Vorzeichen für ein gutes Schwimmen. Das ich aber über fünf Minuten langsamer als sonst über diese Distanz unterwegs sein würde, hätte ich nicht gedacht. Das Gefühl war eigentlich gar nicht so schlecht.

T1:

Garnicht so übel. Nur bis zu dem Zeitpunkt, wo ich meine Schwimmleistung so richtig realisierte als Robin Schneider (Gera) plötzlich neben mir stand. Er war 8 Minuten hinter mir gestartet und legte mit einer furiosen Zeit in der Auftaktdisziplin gleich mal den Grundstein für seinen späteren Weltmeistererfolg in seiner AK.

Rad:

Die Einführungsrunde galt aufgrund des starken Regens als sehr kniffelig. Dementsprechend vorsichtig fuhr ich die Bergabpassage und Kurven. Dann ging es mit Vollgas auf die Aufholjagd. Schließlich war die schwächste Disziplin geschafft und ich hatte einige Positionen wieder gutzumachen, was mir auf den ersten 60 Kilometern auch gelang. Ich riskierte viel und mir ging am Ende der Radstrecke die Luft allmählich aus. Auch wusste ich nicht so recht ob ich meine Sonnenbrille aufsetzen sollte oder nicht. Von Sonne war jedenfalls weit und breit noch nichts zu sehen, durch den Regen war ein Augenschutz aber auch nicht schlecht. 8-)

T2:

Sensationell.

Laufen:

Zu verlieren hatte ich nun wirklich nichts mehr. Allerdings hatte ich dieses Jahr auch noch keinen HM krampflos ins Ziel geschafft. Also versuchte ich zügig loszulaufen ohne zu überpacen. Langsam kam auch die Sonne raus und es wurde schlagartig warm. Endlich!!! Ich versuchte die gute Stimmung an der Strecke aufzusaugen und den Wettkampf einfach zu genießen. Dadurch dass meine AK als vorletzte ins Rennen geschickt wurde, war es sehr sehr unübersichtlich auf der Laufstrecke. Ich habe noch einige Positionen gutmachen können, da empfand ich den Wettkampf in Wiesbaden oder Mallorca deutlich angenehmer. Ich kam zwar ohne Krämpfe durch aber so richtig zufrieden kann ich mit der Laufleistung nicht sein. Ich weiß, dass ich schneller laufen kann. Allerdings setzt sich das Endergebnis nicht nur aus der Laufleistung zusammen. Um vorne mitspielen zu wollen, hätte ich in allen Disziplinen deutlich zulegen müssen.

Fazit:

Ich bin immer sehr kritisch mit mir selbst. Es war kein einfaches Jahr für mich. Die späte Qualifikation in Wiesbaden warf meinen Zeitplan ziemlich durcheinander. Auch musste ich mich in wenigen Tagen an ein komplett anderes Rad gewöhnen und die relativ kalten Temperaturen liegen mir weniger gut, als wenn es richtig heiß ist. Nüchtern betrachtet bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Ich konnte mich im ersten Drittel meiner Altersklasse positionieren.
Sehr gefreut habe ich mich über den Weltmeistertitel von Robin. Auch darüber, dass Sebastian Kienle seinen Vorjahreserfolg wiederholen konnte, was ihm sicherlich die wenigsten zugetraut hatten. Seine Dankesrede am Abend war der Hammer.
Überhaupt war das “Erlebnis Weltmeisterschaft” für mich sehr beeindruckend. Auch bin ich insgesamt zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe die ferne Reise gleich genutzt und anschließend noch Urlaub in Chicago und New York gemacht. Das war super und ich hatte es nach den stressigen letzten Wochen auch bitter nötig. Jetzt heißt es erst mal die Beine hochlegen, bevor ich mir im November neue Ziele setze und wieder in das Training einsteige.

Danke an Dominik für die großzügige Unterstützung, sein Coaching und die Reiseplanung bis Chicago. Danke auch an alle die mitgefiebert haben und die vielen Glückwünsche danach. Es wird hoffentlich nicht die letzte WM gewesen sein, auch wenn nächstes Jahr der Fokus zwar erneut auf der Halbdistanz liegen wird – aber nicht Richtung Canada – wo 2014 die 70.3 WM stattfinden wird.

Viele Grüße,
Philipp

 

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1September2013

Spielkasinos. Sonne. Triathlon. Urlaub – Nur noch wenige Tage.

Geschrieben von Philipp in: News

Noch genau eine Woche bis zur Weltmeisterschaft in Las Vegas. Zeit sich ein wenig detaillierter mit dem Wettkampf auseinander zu setzen.

Die Zeitverschiebung beträgt -9 Stunden. Für euch also optimal, da ihr den Wettkampf kommenden Sonntag Nachmittag live miterleben könnt. Ich denke, dass ich persönlich auch die Zeitumstellung gut wegstecken werde. Hatte die Woche Nachtschichten.

Das Wetter ist gut und beständig. 36 – 38 Grad werden es kommende Woche. Eigentlich genau mein Wetter auch wenn es absurd klingt.

Ich habe die Startnummer 2470. Meine Altersklasse hat eigentlich die Nummern 2060 – 2198 (offizielle Startliste). Da die EM in Wiesbaden terminlich allerdings sehr spät war und die Startnummern quasi schon vergeben waren, habe ich eine höhere Startnummer. Das kann aber auch ein Vorteil sein, da ich im entscheidenden Moment von meinen Gegnern vielleicht nicht als “Gegner” gesehen werde.

Insgesamt werden knapp 1.800 Athleten am Start sein. 150 Starter in meiner Altersklasse. Was ich in diesem starken Feld leisten kann wird sich zeigen. Ich bin gut drauf. Die Radstrecke ist selektiv, die Laufstrecke in der Wüste wird mir ebenfalls in die Karten spielen. Ich werde alles geben aber vor allem versuchen das Rennen zu genießen und viele Eindrücke aufzusaugen. Trotz alledem hätte ich nichts dagegen vor den zwei Athleten zu landen, die mir auf Mallorca das Ticket vor der Nase weggeschnappt haben. ;-) Ich starte übrigens 7:46 Uhr (Ortszeit) in der 20. Startwelle. Vier Minuten nach mir starten u.a. noch Robin Schneider, Sebastian Guhr und Florian Seifert. Durch die Wellen ergeben sich auf dem Rad ganz interessante Konstellationen. Rene Syrbe wird acht Minuten vor mir ins Rennen gehen. Wenn ich einen guten Tag erwische, kann ich vielleicht auf dem Rad an ihn heranfahren.

Das Profifeld der Männer ist spannend wie selten. Weltmeister Sebastian Kienle (GER) wird einiges in die Wagschale werfen müssen, um seinen Titel zu verteidigen. Olympiasieger Jan Frodeno (GER), Craig Alexander (USA) und Andy Potts (USA) sind neben Kienle in meinen Augen die größten Anwärter auf den Titel. Aber auch dem deutschen Meister Boris Stein (GER) traue ich sehr viel zu.

Damit ihr einen Überblick über die Strecke bekommt, seht ihr hier die einzelnen Disziplinen mit entsprechenden Höhenmetern.

Schwimmstrecke 70.3 WM Las Vegas

Radstrecke 70.3 WM Las Vegas

Höhenprofil Radstrecke 70.3 WM Las Vegas

Laufstrecke 70.3 WM Las Vegas

Höhenprofil Laufstrecke 70.3 WM Las Vegas

So, genug gelabert. Dienstag geht’s los. Ich freue mich!!!!!!

Hier könnt ihr das Rennen live verfolgen.

Philipp

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17August2013

Vegas Baby!!! Mit viel Geduld und etwas Glück von der Europameister-schaft zur Weltmeisterschaft.

Geschrieben von Philipp in: News

“Ich hatte keinen Plan B, also musste Plan A funktionieren.” Mit diesem Motto von Olympiasieger Jan Frodeno stand ich im Mai an der Startlinie zum 70.3 Ironman Mallorca. Leider fehlten damals wenige Sekunden für die nötige Qualifikation.
Über einen kleinen Umweg habe ich mein Ziel dieses Jahr nun doch noch erreicht. Trainingsfleiß und -schweiß, viele liebe verständnisvolle Menschen in meinem Umfeld, einen sehr guten Wettkampf und am Ende wohl auch ein wenig Glück haben dazu beigetragen, dass ich mich vor einer Woche in Wiesbaden für die Weltmeisterschaften auf der Mitteldistanz im Triathlon qualifiziert habe.

Fehlten Anfang des Jahres auf Mallorca noch 12 Sekunden für die erforderliche Qualifikation, ging der Krimi diesmal knapp zu meinen Gunsten aus. So knapp war es jedoch in Wiesbaden noch nie. Letztes Jahr beispielsweise ging der letzte der vier Qualifikationsplätze an einen Athleten, der fast 1,5 Stunden langsamer als ich unterwegs war. Aber warum war es dieses Mal so knapp?
Erstens findet die Weltmeisterschaft dieses Jahr vorerst zum letzten Mal in Las Vegas statt. Ab nächstem Jahr wird sie jedes Jahr woanders hinvergeben, um u.a. gewisse “Heimvorteile” abzuschaffen. 2014 findet sie in Kanada statt, 2015 eventuell sogar in Wiesbaden.
Zweitens sind dieses Jahr einige Qualifikationsrennen aufgrund der Wetterlage ausgefallen, umgestaltet oder als Duathlon ausgetragen worden (70.3 Rapperswill, 70.3 Berlin oder 70.3 St. Pölten).
Drittens wurde in Wiesbaden erneut die Europameisterschaft ausgetragen, bei dem ganz nebenbei auch 30 Qualifikationsplätze für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii ausgeschrieben waren.
Auf der anderen Seite spielte mir letztgenannter Grund allerdings auch in die Karten. Einige vor mir platzierten Athleten wollten lediglich einen Slot für Hawaii oder hatten ihren Saisonhöhepunkt auf die Europameisterschaften gelegt, andere hingegen waren auch schon qualifiziert.

Das es so spannend wurde, lag nicht nur an mir. Klar wäre ich gerne noch ein wenig schneller unterwegs gewesen, aber viel mehr Luft war da nicht. Im Schwimmen und auf dem Rad konnte ich mich zum Vorjahr sogar verbessern. Im Laufen war ich unwesentlich langsamer. Die Leistungsdichte war dieses Jahr erstaunlich stark. Triathlon boomt und das fetzt!!! So werde ich in Zukunft noch disziplinierter leben, der Regeneration ein wenig mehr Raum geben, mehr auf meine Ernährung achten und andere Trainingsreize setzen.
Das ganze mit Familie, Freunden und Job zu verbinden, stellt mich vor neue Herausforderungen. Ein gut gewähltes Zeitmanagement ist quasi unumgänglich. Ich wünschte ich wäre wieder Student und das hätte ich vor einem Jahr wirklich nicht gedacht ((:

Egal, nun geht es nach Las Vegas. Heute habe ich nach langer Zeit mal wieder Lotto gespielt. Außerdem trainiere ich nur noch in der prallen Mittagshitze mit langer Hose und Laufshirt. Nächste Woche soll es kälter werden, vielleicht setze ich mich dann im Sportpark Johannesplatz auf’s Spinningrad in die Sauna. Man will ja gut vorbereitet sein. Und heute sind es in Las Vegas 41 Grad. Eigentlich mein Wetter. Ich freue mich sehr auf dieses Abenteuer.

Aus Thüringer Sicht sind wir am 8. September in Las Vegas gut vertreten. Trainingspartner René Syrbe setzte wie ich alles auf eine Karte und wurde ebenfalls belohnt. Robin Schneider und Thomas Dörfer (beide Triathlon Gera) sind schon seit einiger Zeit qualifiziert. Sie sind extra am Sonntag mit einem ganzen Fanclub nach Wiesbaden gereist, um mich bei meinem Vorhaben zu unterstützen. Außerdem ist meine Freundin mit ihrer Mama an der Strecke gewesen sowie viele andere bekannte Gesichter, die Dominik bei der Unterstützung geholfen haben. Ihr glaubt gar nicht wie sehr mir das geholfen hat. Gerade auf der Laufstrecke konnte ich mich keinen Kilometer abducken. D A N K E!!!

Der größte Dank geht allerdings erneut an Dominik. Genauso wie in seinen Restaurants lässt er an der Strecke nichts anbrennen. Perfektion in Sachen Organisation und Timing und zu guter letzt ein Sponsor, der ganz spontan und nebenbei die 350 Dollar für den Slot in Las Vegas bezahlt hat. Man könnte jetzt sagen: “Das sollte so sein, du hast dich ja schon im Wettkampf gequält.” Das ist alles andere als selbstverständlich. Triathlon ist ein sehr kostenintensiver Sport. Umso bemerkenswerter finde ich seinen Einsatz. Das schätze ich unheimlich und bin sehr glücklich, dass du mir vor, während und nach dem Wettkampf soviel abnimmst. Danke sehr!!!

Einen Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeine gibt es hier.

Ergebnisse hier.

Weitere Fotos hier.

In den nächsten Tagen werde ich noch mal ein paar Zeilen zum Wettkampf in Las Vegas schreiben. Allein das Streckenprofil bei den Bedingungen ist sehr interessant (:

Nachdem ich jetzt eine Woche die Beine hochgelegt habe, geht es kommendes Wochenende um das große Finale in der Regionalliga. Im abschließenden Teamwettkampf in Jena werden wir noch mal alles geben, um beste Thüringer Mannschaft 2013 zu werden. Momentan liegen wir punktgleich mit Nordhausen und zwei Punkte vor Jena. Vielleicht können wir ja sogar auch noch mal Cottbus angreifen.

Viele Grüße,
Philipp

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