19Mai2013

70.3 Ironman Mallorca – am Ende fehlten 12 Sekunden auf dem Weg nach Las Vegas

Geschrieben von Philipp in: News

Eine Woche nach dem 70.3 auf Mallorca stehe ich schon wieder mitten im Training. Da ich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Las Vegas knapp verfehlt habe, heißt es erneut Anlauf nehmen. Wobei “knapp” relativ zu sehen ist und im Auge des Betrachters liegt. Zwar haben lediglich 12 Sekunden für die Qualifikation gefehlt, durch eine relativ undurchsichtige Slotvergabe war es allerdings erst wenige Stunden nach dem Rennen knapp. Denn gesamt wurde ich Siebter. Zwei Plätze für die Weltmeisterschaft gab es in meiner Altersklasse. Das die ersten Vier entweder nicht wollten, oder bereits qualifiziert waren, wusste ich im Rennen noch nicht.
Das ich eine bessere Platzierung auf den letzten sieben Kilometern auf der Laufstrecke selber verschenkt habe allerdings auch nicht. Aber nun von vorne:

Donnerstag ging es mit Dominik nach Mallorca. Am selben Tag fuhr ich noch eine kleine Runde mit dem Rad. Am Abend schwamm ich noch ein paar Meter im Meer. 18 Grad, mit Neo super angenehm. Am Abend trafen wir uns noch mit Freunden aus der Schweiz. Am nächsten Tag ging es zur Wettkampfbesprechung und anschließendem Bike-Check-In. Wie immer war alles hervorragend organisiert.

Am Wettkampftag klingelte der Wecker kurz vor sechs. Frühstücken, letzte Vorbereitungen treffen und Aufwärmen. Auch wenn es an diesem Morgen kurz anfing zu regnen, sollte das Wetter zum Wettkampf insgesamt schön werden.

8:15 Uhr fiel dann der Startschuss für meine Welle. Vor uns nur die Profis (8:00 Uhr) und alle Frauen (8:05 Uhr). Am Start hielt ich mich ein wenig zurück. Ich wusste, dass ich im Winter gut trainiert hatte. Ein wenig Angst vor zu viel Lactat auf den ersten Metern hatte ich trotzdem ;-) . Nach etwa 400m hatte ich eine gute Gruppe gefunden und wir überholten bereits die ersten Frauen, die 10 Minuten vor uns gestartet waren. Als ich mich nach etwa 1.000m noch immer sehr gut gefühlt hatte, übernahm ich das Tempo meiner Gruppe und konnte noch einige Schwimmer meiner AK überholen.
Nach etwas mehr als 27 Minuten hatte ich wieder Land unter den Füßen. 27 MINUTEN???? AHHHHHH, GEIL.

Als 9. nach einem guten Wechsel ging es auf die anspruchsvolle Radstrecke. Eine ganz neue Situation für mich.  Meine Rennstrategie konnte ich über Board werfen. Sonst begann meine Aufholjagd immer nach dem Schwimmen. Da kam ich aber auch als 40. oder schlechter aus dem Wasser und konnte gleich auf den ersten Radkilometern einige Athleten “einsammeln”.
Dieses Jahr änderte sich die Ausgangslage. Vom Jäger zum Gejagten. Der Blick ab und zu nach hinten gerichtet. Ein paar Athleten kamen mit ihren Zeitmaschinen auch gleich angebraust. Diese sah ich 10 Kilometer später am Berg zum Kloster Lluc aber wieder ;-) . Auch Hauke – drei Minuten vor mir aus dem Wasser – konnte ich schon nach 15 Kilometern überholen. Noch vor zwei Jahren konnte ich ihn erst bei Kilometer 80 überholen.
Ich entschied mich nach langem hin und her mit meinem Rennrad zu fahren und glaube es war die richtige Entscheidung. Gerade bergauf lief es richtig gut und ich konnte viele Athleten überholen. Auf dem zweiten Teil der Strecke fuhr ich komplett alleine. Nach vorne und hinten war niemand zu sehen. Beängstigend, bei 3.200 Startern.

So kam ich als 4. in meiner AK zurück in die Wechselzone. Nur noch einen Halbmarathon. Der zweitplatzierte gerade einmal zwei Minuten vor mir. Nach hinten war auch etwa zwei Minuten Luft. Da geht was. Ein schneller Wechsel und eine (noch) leere Laufstrecke.

Die Stimmung war super. Leider konnte ich auch auf Mallorca nicht an meine früheren Laufleistungen anknüpfen und stand urplötzlich in der zweiten (von drei) Laufrunden, von Krämpfen geplagt, am Streckenrand. Im Vorfeld hatte ich keinerlei Anzeichen, auch bin ich nicht sonderlich hart angelaufen. Ich dehnte mich und “schleppte” mich zum nächsten Versorgungspunkt wo ich bestimmt 1l Cola trank. Anschließend konnte ich weiterlaufen. Zumindest ein paar Kilometer bevor das Prozedere erneut begann. Das ich in der Zeit von einigen Athleten überholt wurde,  bekam ich garnicht mit. Der Laufkurs war mittlerweile aber auch ziemlich voll. Lediglich über die Bänder an den Armen konnte man zuordnen wer in welcher Runde unterwegs war.

Als ich einen Kilometer vor dem Ziel mein letztes Bändchen bekam, sah ich, dass keine 100m vor mir zwei Athleten auch in der letzten Runde waren und versuchte alles, da noch einmal heranzukommen. Leider ohne Erfolg. Bei der SIegerehrung stellte sich heraus, dass das genau die Zwei waren, die sich für Las Vegas im September qualifiziert hatten.
Schade. Am Ende bin ich, nüchtern betrachtet allerdings froh, überhaupt ins Ziel gekommen zu sein. Dennoch war ich anschließend ziemlich untröstlich, zumal ich es selber in der Hand hatte und das Laufen eigentlich zu meiner Stärke im Triathlon zählt. Jetzt kommt doch Plan B zum tragen: Wiesbaden. Das Training hat bereits begonnen ((:

Zum Schluss möchte ich mich bei allen bedanken, die mir die Daumen zu Hause am Liveticker gedrückt oder an der Strecke für Stimmung gesorgt haben.
Ganz besonders möchte ich mich bei Dominik für die ganze Organisation der Reise und am Wettkampftag bedanken. So ein großes Event muss lange im Voraus bis ins kleinste Detail geplant werden. Ich kenne kein besseres Organisationstalent als ihn. Gerade am Wettkampftag selber ist es eine enorme Erleichterung, wenn einem der Rücken freigehalten wird. Ganz nebenbei macht er immer noch die Bilder. Manchmal frage ich mich, was der größere Wettkampf ist?! Ich musste eigentlich nur noch Schwimmen, Radfahren, Laufen und das so schnell es ging.  ;-)

Anzumerken ist vielleicht auch noch, dass mein jährlicher Trainingspartner im Trainingslager Boris Stein nach einem saustarken Halbmarathon einen hervorragenden 5. Platz im riesengroßen Profifeld belegt hat. Chapeau!!

Splits 70.3 Mallorca:
Swim: 27:18 min
Bike: 2:33:19h
Run: 1:26:06h

T1: 3:21min
T2: 2:13min

Gesamt: 4:32:27h

Ergebnisse gibt es hier.

Einen interessanten und lesenswerten Beitrag von Jo Spindler zu möglichen Dopingvergehen der umstrittenen Siegerin Lisa Hütthaler und dem Spanier Antonio Colom könnt ihr hier lesen. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Viele Grüße,
Philipp

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29April2013

Formtest beim 25. Jenaer Duathlon

Geschrieben von Philipp in: News

Endlich war es soweit: Es ging wieder los. Also ging es in alter Wettkampfmanier mit Julius und Dominik nach Jena zu den Landesmeisterschaften im Duathlon. Bei strahlendem Sonnenschein in Erfurt losgefahren und bei Miesepeterwetter in Jena angekommen. Aber das kennen wir ja schon, immerhin regnete es nicht. Mit im Gepäck den riesigen Wanderpokal, den ich nur sehr ungern im Meldebüro abgab. “Vielleicht kannst du ihn ja nach dem Rennen wieder mitnehmen”, scherzte die nette Dame bei der Anmeldung. ;-)
Als Titelverteidiger – aber wohl nicht als Favorit wenn man einen Blick in die Startliste warf. Lars Erik Fricke (AC Apolda), Triathlon Profi Beck (HSV Weimar) Ironman Stefan Flachowsky aus Sachsen (OSSV Kamenz) oder Robert Röder (HSV Weimar).
Auch die Jenaer waren bereits im Frühjahr im Trainingslager und sehr gut aufgestellt. Dies sollte sich am Ende auszahlen, so dass Jena für eine Überraschung sorgte: Christian Hupel (Triathlon Jena) gewann die 25. Auflage des Duathlon und kann sich in die Siegerliste unter anderem neben Steffen Justus, Stefan Hochstein, Enrico Knobloch und Hubert Hammerl eintragen.

Aber von vorne: Schon beim Einlaufen mit dem Regionalliga-Team aus Jena, merkte ich, dass 1. die Jungs verdammt gut drauf sind und 2. fast so eine gute Stimmung wie bei uns im Team herrscht ;-) .
Dann ging es auch endlich los. Ich entschied mich, aufgrund meiner desolaten Laufleistung in den letzen Wochen, ein wenig reservierter anzulaufen. Definitiv die richtige Entscheidung, denn vorne ging gleich richtig die Post ab. Die Staffeln unterstützten diesen Eindruck noch mal. Ich lief  in einer kleineren Gruppe unter anderem mit Lars Erik Fricke und Henry Beck, allerdings war mir auch das Tempo ein wenig zu schnell und ich musste nach der Hälfte etwas rausnehmen. So wechselte ich 1,5 Minuten hinter dem stark laufenden Röder, eine Minute hinter dem späteren Sieger Hupel und 15 Sekunden hinter Fricke gemeinsam mit Beck als siebter auf die Radstrecke.

Dies fühlte sich im ersten Moment richtig gut an. Kein Wunder – das erste mal nach über einem halben Jahr saß ich wieder auf meinem schnellen “Aeolus-Gaul”, jedoch wurde nach der ersten Wende die Euphorie schnell gebremst. Pflügi kam angepflügt und wenig später vorbeigepflügt. JETZT SCHON?!? Der kann doch normalerweise gar nicht Laufen? Ein paar Tage zuvor meinte er zwar, dass er gut drauf ist und den Duathlon ganz “entspannt als Formtest sieht” aber das er Laufen gelernt hat, hat er mir nicht gesagt. 8-)
Auch Philipp Sonnenberg vom ausrichtenden Verein machte ordentlich Druck, konnte die Lücke aber nicht ganz schließen. Mit Krampferscheinungen in beiden Waden wurde das Rennen jetzt für mich zur Kopfsache. Innerhalb weniger Sekunden wechselten einige Athleten um mich herum in der zweiten Wechselzone auf die abschließende Laufrunde. Als Dominik mir zurief, dass Pflügi über eine Minute Vorsprung hatte, lag der Fokus nicht mehr vor mir sondern plötzlich hinter mir. Eine ganz neue Situation für mich, weil ich im Triathlon im Laufen immer noch einige Plätze nach vorne “gut-machen” kann. Ich musste ganz schön kämpfen, um meinen siebten Platz zu verteidigen. Dies gelang mir dann schlussendlich, wobei Stefan Flachowsky fast noch aufgelaufen wäre.

Glückwunsch an Christian Hupel. Beeindruckende Leistung. Das werden ja spannende Wettkämpfe mit euch in der Regionalliga. Ich muss auch so schnell wie möglich “werdender Papa” werden.  ;-) (Sarah, wir müssen reden :roll: :roll: :roll: )

Zusammenfassend bin ich trotz der nicht so optimalen Platzierung sehr zufrieden. Das Feld war dieses Jahr in der Breite sehr gut aufgestellt. Ich habe alles gegeben. Wie sagt man so schön: “Konkurrenz belebt das Geschäft”.

Diese Woche werde ich neben der Arbeit noch ein paar wichtige Einheiten absolvieren. Das Wetter soll auch wieder besser werden. In zwei Wochen kommt es dann drauf an. Ich freue mich schon sehr!!

Einen Zeitungsartikel der TLZ gibt es hier.
Ergebnisse findet ihr hier.

Bis dann,
Philipp

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22April2013

Ernüchternder Saisoneinstand zum Steigerlauf in Erfurt

Geschrieben von Philipp in: News

Eine Woche vor dem Duathlon in Jena hatte ich meine Wettkampfpremiere in diesem Jahr – beim Steigerlauf. Mittlerweile starte ich von Jahr zu Jahr bei weniger reinen Laufveranstaltungen. Im Frühjahr sind jedoch immer ein paar Läufe geplant, um ein wenig Tempohärte zu erlangen und den eigenen Leistungsstand beurteilen zu können.

So stand ich gut gelaunt am Sonntag an der Startlinie zum 13km Lauf. Das hatte mehrere Gründe:
1. war das Wetter super,
2. wird der Wettkampf von meinem Verein ausgetragen und
3. war ich wieder einigermaßen gesund und hatte nach einem halben Jahr Wettkampfabstinez (den Silvesterlauf mal ausgenommen) wieder mal richtig Bock auf ein Kräftemessen.

Nach dem ersten Kilometer war ich an 8. Position und heftete mich an Sörens Fersen. So konnten wir schnell auf Position drei und vier vorlaufen. Die ersten zwei waren zu diesem Zeitpunkt schon über alle Berge. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn über die muss man die ersten sechs Kilometer erst einmal kommen.
Diese Aufgabe viel mir schwerer als erwartet. Ausgepumpt und mit schweren Beinen konnte ich mich zwar von Sören lösen aber von hinten kam in einem konstanten Tempo Adrian Panse vom USV aufgelaufen und überholte mich. Gewonnen hat Sven Praetorius (ASV Erfurt) vor Heiko Ludewig (LTV-Erfurt) in starken Zeiten trotz einer kleinen Verlängerung der Strecke. Mit einem 4. Platz in 50:02 Minuten blieb ich deutlich unter meinen Zeiten aus den vergangenen Jahren. Jetzt heißt es Mund abwischen – weiter machen. Bis Mallorca sind es noch zwei Wochen. Morgen werde ich noch ein paar Intervalle laufen und diese Woche noch einige Kilometer auf dem Rad und im Wasser zurücklegen.

Am kommenden Sonntag starte ich als Titelverteidiger beim Duathlon in Jena. Jedoch gibt es leichtere Aufgaben als einen Titel bei diesem Starterfeld zu verteidigen.  Trotzdem freue ich mich auf diesen Wettkampf. Wir werden mit einem Großteil des Regionalligateams (McDonald’s 3athlon Team LTV-Erfurt) am Start sein und versuchen in der Teamwertung ein Wörtchen mit zu reden.

Es geht wieder los. Trotz des indiskutablen Starts in die Saison 2013 freue ich mich.

Ergebnisse vom Steigerlauf gibt’s hier.

Philipp

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12Januar2013

Neue Herausforderungen für die Saison 2013

Geschrieben von Philipp in: News

Nachdem ich mich vergangenes Jahr sehr gut auf der Mitteldistanz etablieren konnte und mich auf dieser Distanz auch sehr wohl fühlte, möchte ich mich in diesem Jahr erstmals für die Weltmeisterschaft in Las Vegas qualifizieren. Qualifikationswettkampf wird im Mai der 70.3 Ironman auf Mallorca sein. Im Trainingslager, zwei Monate zuvor, werde ich mich gezielt darauf vorbereiten.

Ein weiteres Mal werde ich bei der Challenge Kraichgau starten. Landschaftlich war das im vergangenen Jahr eine der schönsten Strecken. Dieses Jahr finden dort die Deutschen Meisterschaften auf der Mitteldistanz statt.

Außerdem wird die Regionalliga wieder einen festen Bestandteil im Wettkampfkalender 2013 einnehmen. Ich freue mich Teil eines neu formierten Teams sein zu dürfen. Ihr könnt gespannt sein…die Liga ist auch dieses Jahr wieder stark besetzt. Am Ende wollen wir unter den Top5 stehen.

Alle Termine findet ihr wieder in der Rubrik “Termine”.

Philipp

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